ÖGB Frauen sehen Handlungsbedarf Utl: Studie zur "Lage der Frau in NÖ" lässt aufhorchen

Wien (ÖGB/NÖ). Die Arbeitssituation der Frau ist noch immer stark abhängig von ihrem Familienstand. Frauen verzichten häufig auf höheres Einkommen und konzentrieren sich darauf, die Doppelbelastung von Beruf und Familie halbwegs zu meistern. Das geht aus einer Studie hervor, die die Niederösterreichische Arbeiterkammer (AKNÖ) zur "Lage der Frau in NÖ" in Auftrag gegeben hat.++++

"Die Frauen haben vielfach überhaupt keine Energie sich über die Art ihrer Berufstätigkeit, Fragen der Weiterbildung oder Karriere Gedanken zu machen, sondern ziehen sich in einer Art resignativen Zufriedenheit zurück. Damit dürfen wir uns nicht abfinden.", zieht ÖGB-NÖ Frauenvorsitzende und AKNÖ-Frauenpolitikerin Christa Bogath ihre Schlüsse aus der Studie und leitet daraus großen Handlungsbedarf für die Praxis ab. Die Bekämpfung der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, die durchschnittlich 36 Prozent betragen, steht dabei ganz oben auf der Liste. "Gezielte Maßnahmen für WiedereinsteigerInnen, die wir bereits anbieten und jetzt noch forcieren werden, sind besonders wichtig. Denn nach der Zeit, in der die Frauen ihre Kinder intensivst betreuen, sollen sie so unproblematisch wie möglich wieder ins Berufsleben einsteigen können", stellt die ÖGB NÖ Frauenvorsitzende außerdem fest und nennt dabei das Projekt der AKNÖ "Wiedereinstieg mit Zukunft" als innovatives Beispiel.

Eng mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbunden, sieht Bogath auch den Ausbau der vorhandenen Kinderbetreuungseinrichtungen. Sie fordert nicht nur deren Ausbau, sondern legt vor allem Wert auf flexiblere Öffnungszeiten, die sich wesentlich mehr nach den Bedürfnissen berufstätiger Eltern und nach den Erfordernissen der Wirtschaft orientieren müssen, als sie es jetzt tun.

"Die Interessenvertretungen müssen über die Wünsche und Lebensumstände der Frauen unbedingt Bescheid wissen. Die Ergebnisse der Studie werden unsere zukünftige Arbeit bestimmen. Wir werden unsere Politik und unsere Serviceangebote danach ausrichten", so ÖGB NÖ Frauenvorsitzende Christa Bogath.

ÖGB, 26. Juli 2002
Nr. 626

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