Die Fälle der AK-Konsumentenschützer: Wie Sie Ihr Geld zurückbekommen

Urlaubsangebote, die sich am Urlaubsort als viel teurer herausstellten, Gewährleistungsfragen bei nicht funktionierenden Geräten oder fehlerhaft gelieferter Ware, Gewinnspiele, falsche Telefonabrechnungen, Lieferverzug von Möbelhändlern: Die Liste der Beschwerden, die bei den AK-Konsumentenschützern eingehen, ist lang. 260.000 KonsumentInnen pro Jahr suchen österreichweit in den Arbeiterkammern Rat und Hilfe. Wer sich wehrt, der bekommt in vielen Fällen sein Geld zurück.

Besonders in der Urlaubszeit sind KonsumentInnen damit konfrontiert, dass Urlaubsangebote nicht dem entsprechen, was im Reisebüro vereinbart wurde. Zu hohe Preise oder schlechte Unterkünfte können die Urlaubsfreuden erheblich beeinträchtigen. Passiert ist das auch Evelyne M. Sie buchte im Reisebüro einen Urlaub auf den Malediven, inclusive eines Tauchkurses. Sie fragt extra nach, ob das Angebot auch für ihren 10-jährigen Sohn gilt, was ihr von Seiten des Reisebüros auch zugesichert wird. Am Urlaubsort dann die große Enttäuschung: Der Sohn darf nur am Tauchkurs teilnehmen, wenn die Familie 509 € (7.000 S) exra bezahlt. Sie und ihr Mann müssen dann auch auf den Tauchkurs verzichten, weil der Sohn nicht unbetreut bleiben soll. Wieder daheim, will Frau M. eine Entschädigung. Die bekommt sie schließlich mit Unterstützung der AK, der Reiseveranstalter gesteht ihr 363 € (5.000 S) zu.

KonsumentInnen brauchen mehr Rechte, speziell was den Urlaub betrifft. Die AK fordert daher ein Gesetz, in dem festgeschrieben ist, dass Reiseveranstalter KonsumentInnen Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude zahlen müssen.

Besonders häufig gehen bei den AK-Konsumentenschützern auch Beschwerden über schlecht gelieferte Ware ein. So hat Juliane F. bei einer Möbelfirma eine Matratze um 210 € (2890 S) gekauft. Als die Ware geliefert wird, stellt sich heraus, dass die Matratze in der Mitte durchhängt und unbenützbar ist. Frau F reklamiert. Zuerst reagiert die Möbelfirma überhaupt nicht, dann heißt es, dass die Ware ausgetauscht wird. Nach vier Wochen erhält Frau F. eine neue Matratze, die jedoch den gleichen Fehler aufweist. Die Kundin will ihr Geld zurück und wendet sich an die AK. Nach einer Intervention der AK stellt sich heraus, dass die Matratze tatsächlich fehlerhaft ist, Frau F. erhält ihr Geld zurück. Sich zu wehren, zahlt sich also aus.

Aufpassen heißt es für KonsumentInnen auch bei Gewinnen, die via SMS oder E-Mail angekündigt werden, und die man über eine 0900-er Nummer telefonisch anfordern muß. "Denn diese Firmen verdienen allein durch die Telefongebühren", rufen Sie diese Nummer nicht zurück, so der Rat der AK Konsumentenschützer. Um solche teuren Telefonate in Zukunft zu verhindern, fordert die AK, dass Anbieter von 0900-er-Nummern verpflichtet werden sollen, ausdrücklich auf ihren höheren Tarif hinzuweisen.

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