UNIQA expandiert nach Ungarn

Übernahme der Funeuropa Versicherung in Budapest

Wien (OTS) - Entsprechend ihrer mitteleuropäischen Marktausrichtung, wird die UNIQA Group Austria mit der Übernahme der "Agrupacion Funeuropa Biztosito Rt."wieder am Versicherungsmarkt Ungarn aktiv. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der ungarischen Aufsichtsbehörden.

UNIQA Generaldirektor Dr. Konstantin Klien anlässlich eines Pressegesprächs in Salzburg am 26.07.2002 zum Einstieg in Ungarn:
"Bei unserer Neuerwerbung handelt es sich um ein vielversprechendes Investment, das uns sehr gute Chancen auf dem ungarischen Markt eröffnet. Wir können damit in einem sehr wichtigen Zielmarkt unter der Prämisse Profitabilität bei maximaler Kosteneffizienz punkten.

Die 1999 von spanischen Unternehmen für den Zweck des Vertriebes von Beerdigungsversicherungen gegründete Funeuropa ist eine im Aufbau befindliche Gesellschaft, die neben dem Basisprodukt auch Kranken-und Unfallversicherungen anbietet. In den zwei Jahren seit der Gründung wurde ein landesweites Vertriebsnetz mit über 200 Agenten und einem straffen versicherungstechnischen und kaufmännischen Innendienst aufgebaut. Die Gesellschaft betreut zur Zeit ca. 30.000 Kunden. UNIQA sieht mit dem Erwerb der "Agrupacion Funeuropa Biztosito Rt." eine gute Grundlage dafür, am Wachstum des am stärksten penetrierten Versicherungsmarktes in Osteuropa teilzuhaben und die Ertragsfähigkeit der erworbenen Gesellschaft durch sein Auslands-Know-how wesentlich zu stärken. Die guten Chancen für einen Erfolg dieses Engagements basieren aber auch auf der enormen Ersparnis von Startkosten, die bei einer sogenannten "Greenfield-operation" entstehen würden.

Dr. Andreas Brandstetter, Vorstandsdirektor der UNIQA Versicherungen AG und zuständig für das internationale Geschäft der UNIQA Gruppe: "Ende 2000 hat UNIQA die Minderheitsbeteiligung an der ungarischen Tochter der Signal Iduna abgegeben. Seitdem sind wir in diesem Zielmarkt nicht mehr vertreten gewesen. Entsprechend unserer Strategie nur über Mehrheitsbeteiligungen in unseren Kernmärkten aktiv zu sein, haben wir seither den Markt und die Möglichkeiten intensiv beobachtet und geprüft. Mit der Funeuropa haben wir eine ausbaufähige Gesellschaft gefunden, die geeignet ist, unserer Entwicklungs- und Wachstumsstrategie angepasst zu werden. Der Ankauf der Funeuropa bringt die Chance, schneller als mit einer Neugründung in den ungarischen Markt einzusteigen, da wir die bestehenden Verwaltungs- und Vertriebsressourcen nutzen und weiter ausbauen können."

Die nächste Ziele in Ungarn für die UNIQA Gruppe sind der Ausbau der Vertriebsaktivitäten auch in Richtung Cross Selling, die Erweiterung der Produktpalette und ? als zweite Stufe - der Einstieg ins Lebensversicherungsgeschäft. Brandstetter: "Wir haben nun wieder ein Standbein in Ungarn und sehen trotz der relativ weit fortgeschrittenen Marktentwicklung noch viele Möglichkeiten entsprechend unserer Konzernstrategie mit qualitativ einzigartigen und innovativen Versicherungsprodukten zu punkten."

Ungarischer Versicherungsmarkt

Die 22 Aktiengesellschaften, die 2001 auf dem ungarischen Versicherungsmarkt vertreten waren, gehören mit wenigen Ausnahmen internationalen Finanz- und Versicherungsgruppen an. Die Privatisierung und die Neugründungswelle vollzog sich in Ungarn zum größten Teil vor 5-10 Jahren. Daraus ergibt sich, dass westliche Standards in allen Bereichen von Produkten über Vertrieb bis zur IT zum Allgemeingut in der Versicherungsbranche gehören.

Die Marktkonzentration ist mit einem Anteil von 87% für die sechs größten Gesellschaften nach wie vor ausgeprägt. Die jeweils marktführenden life bzw. non-life Versicherungen haben einen Marktanteil von 30,7% bzw. 43,7%. Trotz des bedeutenden Wachstums in den letzten Jahren, trägt der ungarische Versicherungsmarkt noch großes Potential in sich. Die Lebensversicherung erlebte erst in den letzten Jahren eine bedeutende Entwicklung und die private Krankenversicherung wird sich erwartungsgemäß erst in der nahen Zukunft verbreiten. Als Vorbereitungsmaßnahmen für einen baldigen EU Beitritt sind die rechtlichen Rahmenbedingungen bereits weitgehend EU-Standards angeglichen worden.

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