BR-alpha präsentiert die fünfteilige ORF-Dokumentation "Anima Mundi - 3. Weltkongress für Psychotherapie"

Wien (OTS) - BR-alpha, der Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, zeigt täglich vom 29. Juli bis 2. August 2002 um 22.15 Uhr die vom ORF produzierte fünfteilige Dokumentation "Anima Mundi -3. Weltkongress für Psychotherapie". Bernhard Hain und Tatjana Niktisch gestalteten eine Dokumentation über den 3. Weltkongress für Psychotherapie, der diesmal im Wiener AKH vom 14. bis 18. Juli 2002 stattgefunden hat.

Ztl.: Horst Eberhard Richter: "Das Ende der Egomanie"
Im ersten Teil der Doku-Reihe am Montag, dem 29. Juli, steht der deutsche Psychoanalytiker und Bestsellerautor Horst Eberhard Richter im Mittelpunkt. Er findet neben seiner psychosomatischen Forschung vor allem auch mit seinen sozialphilosophischen Beiträgen große Beachtung. Der Mitbegründer und Vorstand der Vereinigung " Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs", die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, hat in seiner Eröffnungsrede beim Weltkongress für Psychotherapie in Wien das Ende eines männlich dominierten Egozentrismus in unserer Kultur beschrieben.

Ztl.: "Leben am Abgrund - Wege aus dem Trauma"
Am Dienstag, dem 30. Juli, steht der zweite Teil der Doku-Reihe ganz im Zeichen von den Terroranschlägen am 11. September auf die World Trade Center von New York, dem Seilbahnunglück von Kaprun und den Kämpfen um die serbische Stadt Srebrenica und deren seelische Auswirkungen auf die Menschen. Schon im Dezember 2001, drei Monate nach den Anschlägen auf das WTC in New York, brachten in Deutschland mehr als 50 Prozent der Patienten ihre Beschwerden und Krankheiten mit den seelischen Auswirkungen der Attentate in Verbindung. Wie können aber unmittelbar Betroffene - Opfer und Angehörige - mit einem chronischen Trauma leben? Psychotherapeuten, die in Ex-Jugoslawien, in Kaprun, in der Türkei und in New York im Einsatz sind, zeigen im zweiten Teil der Dokumentation Wege aus dem Trauma auf.

Ztl.: "Freuds Erben: Globalisierung der Psychotherapie"
Im Rahmen des Weltkongresses für Psychotherapie wurde an fünf Wissenschafter/-innen der Sigmund-Freud-Preis vergeben. Sie erhielten diese hohe Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche und therapeutische Arbeit sowie für ihr Lebenswerk.
Die Preisträger kommen aus Marokko, Argentinien, Deutschland und den USA. Im dritten Teil der Doku-Reihe am Mittwoch, dem 31. Juli, geben sie Einblick in die verschiedensten psychotherapeutischen Schulen, die sich im jeweiligen kulturellen Kontext ihrer Heimatländer entwickelt haben. Sophie Freud, 78-jährige Enkelin des Begründers der Psychoanalyse, warnt in ihrem Vortrag vor falschen Propheten und blindem Gehorsam. Im Mittelpunkt steht ihre These, dass die allgemeine Tendenz, Propheten zu suchen und ihnen zu folgen, die Menschheit gefährde.

Ztl.: "Ich und Du - Labyrinth der Liebe"
Die Liebe steht am Donnerstag, dem 1. August, im Mittelpunkt. Die Liebesbeziehung kann Bindeglied und Sprengsatz zugleich sein, meint Jürg Willi, langjähriger Leiter der Psychiatrischen Poliklinik in Zürich. Der Bestsellerautor sieht in Liebespaaren die kleinsten Laboratorien, in welchen sich die Integration verschiedener Kulturen verwirklichen und neue Lebensformen ausprobieren können.
Der US-amerikanische Sexualtherapeut David Schnarch gilt als einer der weltweit profundesten Paartherapeuten. Er veranschaulicht, wie respektierte Intimität und ein erfülltes Sexualleben dazu geeignet sind, aus der Welt einen besseren Ort zum Leben zu machen. Judy Kuriansky, Professorin für Psychologie an der Columbia University, bringt in TV-Shows und Radiosendungen ihre sexualwissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen einem großen Publikum näher.

Ztl.: "Nahostkonflikt - Im Spiegel der Psychotherapie"
Den letzten Teil der Dokumentation am Freitag, dem 2. August, gestalteten Bernhard Hain und Tatjana Nikitsch zum Nahostkonflikt. Psychotherapeuten aus Israel und dem Gazastreifen versuchten beim Weltkongress für Psychotherapie in Wien Strategien zur gegenseitigen Hilfe und zum Abbau von Hass zwischen Israelis und Palästinensern zu entwickeln. Beide Seiten befinden sich in einer traumatischen Realität, Gewalt bestimmt den Alltag. Beide Seiten sind Opfer von immer stärker anwachsendem Terror. Warum ist es so schwer, die Sprache der Gewalt in eine Sprache des Dialogs umzuwandeln? Dieser Frage gehen jüdische und arabische Psychiater und Therapeuten nach. Erstes Ergebnis des Zusammentreffens ist ein gemeinsames Programm zur Unterstützung von traumatisierten Kindern - Opfer des täglichen Terrors. Prof. Arno Gruen, in der Schweiz lebender Psychoanalytiker, erläutert die psychologischen Hintergründe für Gewalt und Terror.

Rückfragen & Kontakt:

ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Barbara Jagschitz
(01) 87878 - DW 12468
http://tv.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK/OTS