Kaliumjodid-Tabletten: Neue Versorgungsaktion gestartet

Information über das Bervorratungskonzept bei Kernkraftwerksunfällen

Wien (OTS). Die rechtzeitige Einnahme von Kaliumjodidtabletten schützt nach Kernkraftwerksunfällen vor allem Kinder und Jugendliche wirkungsvoll vor Schilddrüsenkrebs. Die seit1995 in den Apotheken ausgegebenen Tabletten sind nun abgelaufen. In den vergangenen Wochen wurden alle Apotheken mit neuen Tabletten beliefert, die ab sofort für die Zielgruppe (0 bis unter 18jährige – auch in Schulen oder Kindergärten – sowie Schwangere und Stillende) zur Gratis-Abholung bereit liegen. Österreich hat das weltweit umfassendste Bevorratungskonzept für die Kaliumjodidprophylaxe. Es basiert auf den Empfehlungen der WHO.

Die Gratisabgabe an die Zielgruppe bzw. deren Eltern/Erziehungs-berechtigte erfolgt in den Apotheken völlig unbürokratisch. Es muss kein Meldezettel, Rezept oder sonstiges Dokument vorgelegt werden. Personen, die keinen Anspruch auf die vom Bundesministerium zur Verfügung gestellten Gratis-Tabletten haben, können diese in den Apotheken kaufen (@ 1,70).

Die alten, abgelaufenen Tabletten werden von den Apotheken zurückgenommen und dann vom Großhandel zur Entsorgung abgeholt.

Versorgungsschienen für die Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende):

1) Kostenlose Heimbevorratung für die Zielgruppen.

2) Lagerung eines größeren Kontingentes in Apotheken, bei hausapothekenführenden Ärzten und in Krankenanstalten, um im Anlassfall auch Personenkreise ohne Heimbevorratung sicher und ohne Engpässe, die zu Panik führen könnten, versorgen zu können.

3) Lagerung einer Tagesdosis für jedes Kind in Kindergärten, Horten und Schulen (in Interna-ten Lagerung einer vollen Packung für jedes Kind). Die Schulen, Kindergärten etc. ermitteln den Bedarf ihrer Einrichtung und besorgen sich die Tabletten (nach vorheriger Vereinbarung) kostenlos bei einer Apotheke oder einem hausapothekenführenden Arzt.

4) Bundesreserve für Nachlieferung an Apotheken, hausapothekenführende Ärzte und Kran-kenanstalten bei regionalem Mehrbedarf oder regional stark inhomogener Nachfrage, bei a-kutem regionalen Mehrbedarf im Anlassfall sowie für internationale Assistenzen.

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Apothekerkammer
Pressereferat
Tel.: (++43-1) 404 14/600
Fax: (++43-1) 408 84 40
http://www.apotheker.or.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO/OTS