Haupt: Behindertenmilliarde Kärnten erfolgreichstes Sozialprojekt

Wichtigstes Anliegen ist die erfolgreiche Heranführung von Menschen mit Behinderung an den Arbeitsmarkt

Wien (BMSG/OTS) - "Die Behindertenmilliarde ist das
erfolgreichste Projekt, das auf Kärntner Landesebene je für Menschen mit Behinderung gestartet wurde". Mit diesen Worten unterstrich der Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, Mag. Herbert Haupt, den großen Erfolg der Behindertenmilliarde, die im Jahr 2002 für behinderte Menschen in Kärnten über 4.798.000 Euro zur Verfügung stellt. Davon kommen fast 2.500.000 Euro größeren Projekten zu Gute, weitere 2.308.000 Euro werden für Individualförderungen aufgewendet. Insgesamt kommen über 1.800 Kärntnerinnen und Kärntnern in den Genuss einer Förderung. ****

Von der Behindertenmilliarde profitieren in Kärnten besonders Jugendliche, ältere Menschen und Personen mit spezifischen Schwierigkeiten. Ein Hauptaugenmerk gilt darüber hinaus Frauen und Mädchen mit Behinderung.

"Wichtigstes Anliegen der Behindertenmilliarde ist es, Menschen mit Behinderung an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Das Instrument der Arbeitsassistenz ist dabei am besten geeignet", bekräftigte Haupt. Großen Wert würde auf die Heranführung sozial und emotional beeinträchtigter Jugendlichen an den Arbeitmarkt gelegt, ebenso auf die Erweiterung des Beratungsangebotes für Menschen mit Behinderung.

Eine Kärntner Spezialität sei - so der Sozialminister - das Projekt "Support". Berater/innen, die selbst behindert sind, übernehmen nach einer 16-wöchigen Schulung die Betreuung und Beratung ihrer behinderten Mitmenschen. In Kärnten gibt es derzeit rund 300 Teilnehmer/innen im Projekt Support.

Wichtige Impulse für die berufliche Integration gehen in Kärnten auch vom Verein zur beruflichen Förderung und Bildung aus, der als gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung Menschen mit Behinderung zur Verfügung steht. Derzeit werden 30 Teilnehmer/innen im Rahmen der Arbeitskräfteüberlassung verleast. Erfahrungsgemäß werden 20 Personen davon in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Ein weiteres wesentliches Segment in der Betreuung behinderter Menschen ist Clearing und Arbeitsassistenz, welches in Kärnten vom Verein "autArK" - Arbeitsassistenz Kärnten - in allen Bezirksstädten angeboten wird. Für beeinträchtigte Jugendliche wird ein Neigungs-und Fähigkeitsprofil erstellt. Anschließend werden die jungen Menschen bei der Lehrstellen- und Arbeitsuche begleitet. Im vergangenen Jahr wurden 510 Personen betreut, 155 davon konnten auf neue Arbeitsplätze vermittelt werden, in 140 Fällen gelang die nachhaltige Sicherung gefährdeter Arbeitsplätze.

Nennenswert auf Kärntner Ebene ist auch das Projekt "WORKS", welches von Pro Mente Kärnten organisiert wird. Ziel von WORKS ist es, sozial und emotional beeinträchtigte Jugendliche an den Arbeitsmarkt heranzuführen, wobei zuerst die Stabilisierung der Persönlichkeit im Vordergrund steht.

"Wir streben die volle Integration der behinderten Menschen in die Gesellschaft an. Menschen mit Behinderung haben - wie alle anderen Menschen - Fähigkeiten, Defizite, Stärken und Schwächen. Sie leisten Wertvolles für die Gemeinschaft. Ohne diese Menschen wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer", so der Sozialminister.

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