Alte Wienerwald-Eiche gerettet

Nach umfangreichen Untersuchungen stellen Bundesforste Erhaltung sicher

Über mehrere Wochen wurde die mittlerweile als `Wahrzeichen des Wienerwaldes´ apostrophierte Eiche im Naturpark Eichenhain bei Klosterneuburg untersucht und geprüft. Auf Grund schwerer Altersschäden stellte die auf über 300 Jahre geschätzte Eiche eine Bedrohung für Wanderer und Mountainbiker auf der unmittelbar angrenzenden Straße dar. Fachleute der Österreichischen Bundesforste, der Arbeitsgruppe Baum, des Green Tree Teams sowie der Landesbehörden stellten umfassende Untersuchungen – von Windsimulationen bis zu Ultraschall-Messungen – an und kamen diese Woche zu der Erkenntnis:
der Baum muss nicht gefällt werden.

"Es werden allerdings umfassende Eingriffe notwendig sein, um den Baum noch mehrere Jahre zu erhalten" betont Martin Steinbauer, der Geschäftsführer der Arbeitsgruppe Baum, die häufig auch zur Erhaltung von städtischen Allee-Bäumen herangezogen wird, und hält fest: "Die Baumkrone muss deutlich verkleinert werden, um die Windangriffsfläche zu verkleinern. Dann kann die Eiche weiter bestehen."

Georg Erlacher, Vorstandsdirektor der für den Baum verantwortlichen Österreichischen Bundesforste, erläutert: "Die Bundesforste haben sich entschieden, den Baum zu erhalten. Als Grundinhaber haben wir die Verpflichtung, mögliche Gefährdungen von Anrainern, Wanderern oder Mountainbikern zu verhindern. Weil der Baum ein Wienerwald-Wahrzeichen ist und wir ihn erhalten wollten, haben wir aufwendige Untersuchungen eingeleitet. Eine umfassende Behandlung wird notwendig sein, aber die Hauptsache für uns ist: Die alte Wienerwald-Eiche ist für die nächsten Jahre und hoffentlich Jahrzehnte gerettet."

Nach der aufwendigen "Heilung" des Baumes durch einen Eingriff in die Baumkrone werden in Zukunft mehrere Untersuchungen jährlich notwendig sein. Für die Unterstützung dieser Tätigkeit wird ein "Baumpate" gesucht.
(schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Schragl, Pressesprecher
Österreichische Bundesforste AG
Tel.: (++43-2231) 600-215
Fax: (++43-2331) 600-219
bernhard.schragl@bundesforste.at
http://www.bundesforste.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBF/schluss