ÖGJ-Maringer: Lehrlingsausbildung fördern statt Krank-Jammern

Modell der Wirtschaft in Vorarlberg beweist, dass Lastenausgleich bei Ausbildung funktioniert

Wien (ÖGJ). "Die Motivation der Betriebe, Lehrlinge auszubilden, wäre sicher höher, wenn die Wirtschaftskammer mehr Energie auf die Darstellung der Vorteile verwenden würde. Von ihrem Generalsekretär-Stellvertreter Mitterlehner kommt hingegen nur Kritik an dem funktionierenden Vorarlberger Modell des Lastenausgleichs und das Verlangen nach noch mehr Förderungen. Es wird Zeit, dass die Maßnahmen für mehr Lehrstellen umgesetzt und nicht länger krank geredet werden." Das stellt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Albert Maringer, zur Diskussion um die Lehrlingsausbildung fest. ++++

Eine bessere Qualität der Ausbildung und mehr Lehrstellen erwartet sich Maringer von einem Lehrlingsfonds nach dem Vorbild der Metall-und Elektroindustrie in Vorarlberg. "Zusätzliche Förderungen für die Betriebe schaffen nicht mehr Lehrstellen, das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Das Vorarlberger Modell beweist hingegen, dass der Lastenausgleich positive Effekte für den Lehrstellenmarkt bringt. Die Aufteilung der Kosten unter den ausbildenden und den nicht ausbildenden Betrieben kommt der gesamten Wirtschaft zugute, sie profitiert von mehr qualifizierten FacharbeiterInnen", erklärt Maringer.

Für Lehrstellensuchende gibt es keine Sommerpause

"Im Gegensatz zu unseren Ministern haben die 11.669 Lehrstellensuchenden keine Sommerpause. Ich fordere Wirtschaft- und Arbeitsinister Bartenstein auf, sich endlich um die fehlenden Ausbildungsplätze zu kümmern, so wie er es bereits im Februar versprochen hat", schloss Maringer.

ÖGB, 26. Juli 2002
Nr. 623

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