"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Posthorn" (Von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 26. Juli 2002

Graz (OTS) - Früher einmal, als in der Sommersonne die Nachrichtenflut versiegte, füllten die Zeitungen ihre Seiten mit Schauergeschichten über das Ungeheuer von Loch Ness.

Heuer sorgt das Ungeheuer vom Wörthersee, dass es immer etwas zu schreiben gibt. Reinhart Gaugg liefert den Medien den ganzen Sommer über Stoff: Sondervertrag, Dienstprüfung, Pensionsanspruch, Dienstauto, etc.

Alle Versuche Jörg Haiders, den Spieß umzudrehen, indem er die rot-schwarzen Packler in der Sozialversicherung an den Pranger stellt, weil sie dem armen Gaugg die Gage nicht gönnen, mussten scheitern. Wer ein System als korrupt bekämpft, selbst aber zum Trog drängt, ist unglaubwürdig.

Nun könnte die FPÖ, die den Wechsel von der Opposition in die Regierung nicht verkraftet hat, doch noch punkten. Ein Rohbericht des Rechtnungshofes enthüllte die "überdurchschnittlichen Karriereverläufe" der dienstfrei gestellten Personalvertreter bei der Post.

Reflexartig ging die jetzige Opposition in die Verteidigung. Die SPÖ hat wohl vergessen, dass im letzten Sommer die dortigen Bonzen den ÖGB in Misskredit brachten. Auch diesmal werden es nicht nur eingefrorene Misstöne aus dem Posthorn sein. ****

Rückfragen & Kontakt:

Kleine Zeitung
Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035, 4047
redaktion@kleinezeitung.at
http://www.kleinezeitung.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKZ/OTS