Lakeside-Park: "Jetzt kann es richtig losgehen!"

Lakeside Science & Technology-Park GmbH gegründet - Einzug der ersten Firmen ab 2004 - Fixzusage der Eurofighter-Produzenten im Rahmen von Kompensationsgeschäften - Stärkere Technologieorientierung der Universität Klagenfurt

Klagenfurt (LPD) - "Der Lakeside Software Park ist eine entscheidende Weichenstellung für Kärntens Wirtschaft mit absolut positiven Perspektiven", sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider. Das größte Projekt dieser Art, welches jemals von Bund, Land und Stadt realisiert wurde, steht in den Startlöchern, nachdem in der BABEG-General-versammlung die Gründung der "Lakeside Science & Technology-Park GmbH" beschlossen wurde. Ab 2004 sollen die ersten Firmen in den künftigen Software- und Elektronikpark neben der Universität Klagenfurt einziehen und rund 2000 Menschen Beschäftigung bieten.

Finanziert wird das 54 Mio. Euro Projekt zu je einem Drittel von Bund, Land und der Stadt Klagenfurt, wobei Bund und Land Barmittel im Ausmaß von 36,4 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Die Stadt Klagenfurt bringt ihren Anteil in Form von Grundstücken mit dem Gegenwert von 18,2 Mio. Euro auf. "Jetzt kann es richtig losgehen", freute sich Hans Schönegger, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, der für den Lakeside-Park eine absolut erfolgreiche Zukunft sieht.

"Ziel unserer Gesellschaft ist es, einen internationalen Campus für Science & Technology zu etablieren und somit ein österreichweit einzigartiges Modell umzusetzen, das sowohl arrivierten Firmen, als auch jungen talentierten Unternehmern neue Marktzugänge und eine Top-Infrastruktur bietet. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft ist dabei entscheidend für den Erfolg, denn wer menschliche Ressourcen und Ausbildung perfekt einsetzt, hat in der Wirtschaft die Nase vorn", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Johann Quendler.

Auch LH Haider sieht in qualitativer Ausbildung eine Schlüsselrolle für wirtschaftlichen Erfolg. "Wir wollen unseren Absolventen die Möglichkeit bieten, nach ihrem Abschluß einen attraktiven Arbeitsplatz im eigenen Land zu erhalten. In der letzten Regierungssitzung haben wir daher die Umsetzung der Nachhaltigkeits-Studie von Prof. Franz Josef Radermacher beschlossen. Ziel ist eine stärkere Technologie-Orientierung der Universität Klagenfurt. Durch das neue Uni-Gesetz besteht ja die Möglichkeit, der Kärntner Akademikerschmiede ein zusätzliches Profil zu geben", sagte Haider, der Verhandlungen in diese Richtung mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrer ankündigte. "Besonders in der Ausbildung im Bereich Industrieanlagenplanung und -entwicklung sehe ich ein immenses Potential für die Uni Klagenfurt oder die Fachhochschulen, da es hier großen Bedarf gibt", so der Landeshauptmann weiter.

Zur Akquisition und Betreuung von Betrieben für den Lakeside-Park wurde der Manager Ullrich Metzler von der Universität Zürich gewonnen. "Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, die sich für unser Projekt interessieren. Unsere Vorarbeiten in diese Richtung sind bereits sehr weit gediehen", so Metzler. Zwei fixe Zusagen für Lakeside-Ansiedlungen wurden von LH Haider genannt: "Der Eurofighter-Produzent EADS hat mir zu 100 Prozent zugesichert, im Fall des Eurofighter-Kaufs ein Technologieunternehmen mit 100 bis 150 Arbeitsplätzen in Klagenfurt anzusiedeln. Außerdem wird mit dem "Road-Pricing"-Projekt Österreichische Technologie in Kärnten entwickelt und bearbeitet werden", so Haider, dem ein "Netzwerk von kleinen und mittelständischen Betrieben" vorschwebt, um "nicht von wenigen Großen abhängig" zu sein.

Die Bauzeit für den Lakeside Software Park soll ungefähr ein Jahr betragen, die Arbeiten sollen jedoch nicht von einem Generalunternehmen durchgeführt werden. "Wir wollen bei der Ausschreibung der Bauarbeiten mehreren Unternehmen die Möglichkeit bieten, Aufträge zu erhalten und so auch die Kärntner Bauwirtschaft stärken", meinte Lakeside-Geschäftsführer Schönegger.

Im Allgemeinen wird das Lakeside Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung und Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten und den Standort Klagenfurt / Kärnten in der Alpen Adria Region profilieren, waren sich die Umsetzer des Projektes einig. "Für Kärnten ist es besonders wichtig, nicht nur auf den Tourismus, sondern verstärkt auf die Technologieschiene zu setzen. Mit dem Lakeside-Park ist eine Einkommenssteigerung für die Bevölkerung zu erwarten, womit auch der Wohlstand in der Region bleiben wird", prognostizierte LH Haider, der anmerkte, dass Kärnten bei der Wertschöpfung die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und die Steiermark bereits hinter sich gelassen hat. "Ein Hinweis, wo die Reise hingehen soll", so der Landeshauptmann.
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