Ex-FC-Tirol-Manager Hochstaffl: "Bin nur Sündenbock."

Hochstaffl prophezeit österreichischem Fußball Liechtensteiner Verhältnisse: "Profifußball auf Top-Niveau nicht finanzierbar."

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS belastet Ex-FC-Tirol-Trainer Robert Hochstaffl seine ehemaligen Vorstandskollegen Martin Kerscher und Othmar Bruckmüller schwer: "Die beiden haben ein falsches Spiel getrieben. Sie haben sich bei mir abgeputzt und mich zum Sündenbock gestempelt. Da wollte wohl jeder seine Haut retten."

Hochstaffl zu NEWS: "Kerscher hat nachweislich alle Bilanzen bekommen. Wenn er sagt, er habe die genauen Personalkosten nicht gewusst, lügt er. Das gilt auch für Bruckmüller, der 1999 bereits Finanzreferent war."

Die finanziellen Probleme hätten mit der Ära Kerscher begonnen:
"Bereits 1999 habe ich immer wieder gewarnt, dass wir uns finanziell übernehmen. Kerscher hat nur gemeint: Mit seinem Geld tut er, was er will. Dabei hat er von der eigenen Tasche keinen Schilling locker gemacht." Und: "Ohne Gernot Langes-Swarovski wären wir schon lange davor unter die Räder gekommen. Alles in allem hat er seit 1997 mehr als 50 Millionen Schilling in den Klub gesteckt."

Dem österreichischen Fußball blüht laut Hochstaffl, der im Sportmanagement bleiben will, die Drittklassigkeit: "Profifußball auf internationalem Niveau ist in Österreich nicht finanzierbar - außer man hat einen Sponsor wie Frank Stronach. Man muss sich bewusst sein, dass wir auf dem Weg sind, ein Kicker-Drittland zu werden. Wie Liechtenstein oder Luxemburg."

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