AK zu Wifo-Prognose: Keine Entwarnung für den Arbeitsmarkt

Regierung muss Saisonier-Regelung zurücknehmen

Wien (AK) - Trotz Wirtschaftsaufschwung und steigender Beschäftigung wird es in Österreich zu keiner Entspannung auf dem Arbeitsmarkt kommen. Das zeigt die Wifo-Mittelfristprognose 2001/2006. Der Grund dafür: Die steigende Zahl ausländischer Beschäftigter - durch die Saisonier-Regelung und durch die EU-Osterweiterung. Die Ausländerbeschäftigung ist bereits 2001 um 10.000 gestiegen, vor allem durch den massiven Einsatz von Saisoniers. Gleichzeitig hat die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 5.000 zugenommen. Jetzt holt die Regierung, auf Wunsch der Wirtschaft, mit dem Saisonier-Modell noch mehr ausländische Billigarbeitskräfte ins Land. Das wird den Druck auf dem Arbeitsmarkt noch verstärken, warnt die AK und sieht sich durch die Wifo-Prognose bestätigt. Die AK fordert die Rücknahme der Saisonier-Regelung. Statt nur über die Chancen der EU-Erweiterung zu reden, muss die Regierung endlich Maßnahmen ergreifen, um den österreichischen Arbeitsmarkt auf die Osterweiterung vorzubereiten: Die AK fordert ein wirksames Gesetz gegen das Schwarzunternehmertum und mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung, damit die Arbeitnehmer mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und bei der EU-Erweiterung nicht unter Druck kommen. ****

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241125 Jul 02

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