Wiener Heuriger - mit Qualität in die Zukunft!

Zwischenbilanz Juli 2002

Wien (OTS) - Die Maßnahmen der Wiener Landwirtschaftskammer rund
um die Qualitätsoptimierung der Heurigenkultur und der Spitzenweine der Weinbauregion Wien hat auch im ersten Halbjahr 2002 "Früchte getragen". Die Wiener Landwirtschaftskammer, stellvertretend für eine Vielzahl von Heurigenbetrieben aus Wien, dementieren Aussagen von Tourismusstaatssekretärin Mares Rossmann, wonach sich die Qualität der Wiener Heurigenbetriebe nicht weiterentwickelt hätte und nehmen dies zum Anlass, eine Zwischenbilanz der Wiener Heurigen Qualitätsoffensive zu ziehen. Diese Bilanz zeigt eindeutig das genaue Gegenteil der aufgestellten Behauptungen.

Mit Engagement zu Qualitätsprodukten

"In den letzten Jahren konnten wir in fast allen Mitgliedsbetrieben einen kontinuierlichen Qualitätsanstieg des Weins und des Speisenangebots feststellen", so Kammerdirektor Fitzthum. Jeder Wiener Heurigenbetrieb hat - bei entsprechender Qualität - die Möglichkeit mitzutun. Ein umfangreiches Beratungs- und Weiterbildungsprogramm unterstützt die Betriebsführer in der Weiterentwicklung ihrer Betriebe.

Die Qualitäts- und Imageoffensive für den Wiener Heurigen, die seit April 2001 mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Wien läuft, wird auch 2002 konsequent fortgesetzt. Von den 136 Heurigenbetrieben erfüllen momentan 64 die Vorgaben und nehmen an der Qualitäts- und Imageoffensive teil. "Diese Betriebe werden natürlich auch heuer wieder den strengen Kontrollen durch anonyme Tester im Rahmen einer Mysterytour unterzogen.", so ÖkR Ing. Franz Mayer, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer, "Nur so können wir eine Qualitätssicherung der Wiener Heurigenbetriebe gewährleisten". Jene Betriebe, die die Vorgaben noch nicht erfüllen können, haben jederzeit die Möglichkeit, durch Beratung und Qualitätskontrolle den Kriterien der Wiener Heurigen-Offensive zu entsprechen. Die von Frau Staatssekretärin Rossmann geforderte Qualitätsoffensive gibt es schon seit einigen Jahren und wird kontinuierlich mit den Wiener Weinhauern entwickelt und mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Wien umgesetzt.

Qualitätssteigerung und Imagebildung

Für diese "echten Wiener Heurigen" wurde gemeinsam ein Leitbild erstellt und ein Qualitätskontrollmanagement entwickelt, welches durch kontinuierliche Betreuung die Qualitätsoptimierung in den Betrieben forciert. Die Gäste wissen das zu schätzen. "Nicht der Besuch in den Heurigenlokalen ist es, der zu wünschen übrig lässt, sondern der spürbare Rückgang des Weinkonsums. Aber Qualität macht sich bezahlt, und wer mehr Gäste möchte, muss die Qualität des Weines und auch des Betriebes forcieren!", betont Franz Mayer.

Das Heurigendorf in der Stadt

Von 14.-16. Juni 2002 fand bereits zum zweiten Mal das "Heurigendorf auf der Wiener Freyung" statt. Mit über 15.000 Besuchern wurde die Veranstaltung auch heuer wieder sehr gut angenommenen. 21 Betriebe haben diese Chance genutzt und an drei Tagen ihre hausgemachten Köstlichkeiten und die Gemütlichkeit dieser Wiener Institution demonstriert.
"Der Wiener Landwirtschaftskammer war es ein Anliegen, mit dem Wiener Heurigen das Bewusstsein einer kulturellen Besonderheit exemplarisch in die Innenstadt zu bringen: 678,3 Hektar Weingärten innerhalb der Stadtgrenze gibt es weltweit nur in Wien!" so Dir. Robert Fitzthum, Direktor der Wiener Landwirtschaftskammer.

Wiener Heurigenzeitung

Diese Kommunikationsplattform für die Heurigenbetriebe und die Weinbauregion Wien erscheint in drei Ausgaben pro Jahr. Die Reportagen und Berichte zur Region untermalen das Zusammengehörigkeitsgefühl der "echten" Heurigenbetriebe. Die aktuellen Nachrichten und interessanten Veranstaltungstipps stellen ein etabliertes Informationsmedium für Gäste und Freunde des Wiener Heurigen dar.

Lebendiger Lebensraum

Die Weinbauregion Wien erfüllt mit 673,3 Hektar Umfang neben der primären Produktionsfunktion des Qualitätsproduktes Wein vor allem auch ökologische Funktionen. In Hinblick auf die landschaftliche Vielfalt, den Schutz des pflanzlichen und tierischen Artenreichtums, ein gesundes Klima und gute Luft ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein "lebendiger Lebensraum". Darüber hinaus bietet der Weinbau mit seiner Heurigenkultur den Wienern eine hohe Identifikation. Man schätzt die Gemütlichkeit, die viel besungene "Seligkeit" und verbindet mit dem Wiener Wein und seiner Region eine besonders hohe Lebensqualität.

Heurigenkultur und Spitzenweine - kein Widerspruch!

Weniger Quantität, dafür einen stärkeren Fokus auf Qualität setzen immer mehr Wiener Weingüter. Manche Betriebe machen das im Alleingang, während einige mit gemeinsamen Marketing- und Werbemaßnahmen punkten, so z.B. die "Vienna Classic Weingüter". Nach einer strengen internen Betriebs- und Qualitätsüberprüfung bildete sich aus der früheren Vienna Classic die neue Gruppierung. Nur zehn Betriebe bestanden den Test einer unabhängigen Kommission, die sich aus Weinfachleuten und -journalisten zusammensetzt. Die Vereinigung ist aber offen für jeden Wiener Qualitätswinzer, der den strengen Kriterien gerecht wird.

Auch die jährlich stattfindende Landesweinbewertung zeigte einen klaren Trend in Richtung Qualität. Von den heuer insgesamt 349 eingereichten Weinen konnten 99 mit einer Goldmedaillie ausgezeichnet werden, 45 schafften den Einzug ins Landessiegerfinale, wo ein Paneel aus Weinfachleuten, Sommeliers, Gastronomen und Journalisten schließlich die Landessieger in neun Sortengruppen ermittelten. Aus den Reihen der Wiener Winzer wurden in diesem Jahr zwei Betriebe in den Salon Österreichischer Wein der ÖWM als Sieger gekürt - der Weißburgunder 2001 vom Weingut Edelmoser und der Chardonnay Select 2000 vom Weingut Wieninger. Umso mehr ein Zeichen für die beachtlichen Qualitäten aus Wien.

Ebenso zählt die jährlich stattfindende Jungweinpräsentation bereits zu einer fixen Einrichtung der Wiener Landwirtschaftskammer.

Ein großes Augenmerk wird im zweiten Halbjahr 2002 der Gastronomie zukommen. Neue Absatz- und Markenschienen werden bereits diskutiert, um der Gastronomie einen weiteren Anreiz zu geben, Wiener Wein zu führen.

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OTS0159 2002-07-23/18:19

231819 Jul 02

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