Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl: Grundlage des Friedens in Europa

SPÖ-Europasprecher Einem zum Auslaufen des EGKS-Vertrages

Wien (SK) "Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hat die Grundlagen einer friedlichen Entwicklung dieses zuvor so friedlosen Kontinents gelegt, indem es gelungen ist den zuvor immer wieder kriegerisch ausgetragenen Wettbewerb der Staaten zu sublimieren, an den grünen Tisch zu verlegen. Die EGKS hat damit die Grundlagen einer Art der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene geschaffen, die für diesen Zweck gut war - heute aber weiter entwickelt werden muss. Heute braucht Europa, heute brauchen seine Bürgerinnen und Bürger nicht mehr den Wettbewerb der Staaten am grünen Tisch, sondern die Solidarität der Staaten und demokratische Entscheidungen im Europäischen Parlament. Heute geht es um die Schaffung einer Beschäftigungs- und Sozialunion, um die Verankerung von Grundrechten für alle Menschen in der Union, für klare rechtsstaatliche Strukturen und Verfahren. Der Konvent zur Zukunft Europas steht damit vor einer großen Herausforderung. Bedenkt man allerdings die Herausforderungen der Zeit der Gründung der heute ausgelaufenen EGKS 1952, so muss den Gründern und den Gründerinnen des EGKS Anerkennung gezollt werden. Dem Konvent muss lediglich ein ähnlich großer Wurf gelingen, ein Projekt, das eine soziale, von den Menschen akzeptierte Union schafft und ebenfalls fünfzig Jahre überdauert, dann wäre neuerlich Großes gelungen! Ein friedliches Europa, in dem sich in Geborgenheit leben lässt", erklärte SPÖ-Europasprecher Caspar Einem heute, Dienstag, anlässlich des Auslaufens des EGKS-Vertrages nach 50 Jahren. **** (Schluss) ml/mp

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