Schwarzböck: Bauernvertretung begrüßt Verbesserung des Bio- Kontrollsystems

Kräfte konzentrieren am Bio-Verbände-Sektor

Wien, 23. Juli 2002 (AIZ). - "Die bäuerliche Interessenvertretung unterstützt die Schaffung eines neuen Qualitätssicherungskonzeptes im Biobereich, das vor allem die Verarbeitung und den Lebensmittelhandel umfassen soll. Die Biolandwirtschaft selbst wird derzeit schon umfassend kontrolliert, die verbesserte Kontrolle des nachgeordneten Sektors stellt dazu eine wertvolle Ergänzung dar. Diese Maßnahme gibt sowohl Biobauern als auch Konsumenten die Garantie, dass der Verbraucher hochwertige Bioerzeugnisse und nichts anderes erhält. Nur durch eine nachvollziehbare lückenlose Kontrolle vom Feld und Stall bis zum Ladentisch kann Österreich auch in Zukunft seine Vorreiterrolle im Biobereich halten und ausbauen", stellte der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, in einer Aussendung zur Initiative von Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer fest, dieses durchgehende Kontrollsystem in Kooperation mit der ARGE Biolandbau zu installieren.

Die Arbeitsgemeinschaft Biolandbau wird bis zum Herbst dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ein Konzept zur Umsetzung des verbesserten Kontrollsystems vorlegen. Schwerpunkt dabei ist die Rückverfolgbarkeit von Bioprodukten von der Verkaufsstelle bis zum Produzenten.

Konzentration der Kräfte

"Untersuchungen zeigen, dass die Konsumenten die Vielfalt an verschiedenen Bioverbänden und -initiativen und die Fülle an Biomarken kaum überblicken. Auch die Rolle als Anbieter von Bioprodukten gegenüber dem Lebensmittelhandel wird durch die Zersplitterung des Angebotes nicht gerade einfacher und leichter. Die Bauernvertretung sieht ein einheitliches und geschlossenes Auftreten des Sektors als wünschenswert an und spricht einer Konzentration der Kräfte das Wort. Das brächte nicht nur Vorteile gegenüber den Marktpartnern Handel, Verarbeitung und Konsumenten, auf diese Weise könnten auch Kosten eingespart werden", so Schwarzböck weiter.

Die ARGE Biolandbau soll in Zukunft zum Kompetenzzentrum Bio ausgebaut werden. Die Agenden dieses Kompetenzzentrums reichen dabei weit über die Kontrolle der Bioproduktion auf den Bauernhöfen hinaus und sollen auch die nachgelagerten Sektoren, wie die Verarbeiter und den Handel und schließlich die Forschung, umfassen. "Wir begrüßen diese Schritte, weil sie die Voraussetzung für ein starkes Auftreten am Markt bilden. Angesichts der bevorstehenden Erweiterung der EU und der Veränderungen am Lebensmittelmarkt sind professionell agierende Stellen gefragt. Das Kompetenzzentrum kann hier in enger Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium und der bäuerlichen Interessenvertretung eine entscheidende Rolle spielen", so Schwarzböck abschließend.
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