Junge Wirtschaft fordert rasche Umsetzung des Double Equity-Modells

Gründungsfinanzierung NEU - Doppeltes Geld für junge Unternehmer

Wien (PWK541) - "Doppeltes Geld für doppelten Erfolg neuer Unternehmer", so beschreibt der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Österreich (JWÖ), Manfred Pletzer, "Double Equity" - ein von der Jungen Wirtschaft entwickeltes, innovatives Modell zur Finanzierung von neugegründeten und expandierenden jungen Unternehmen. Es sieht im Wesentlichen die Verdoppelung des Kapitals von neugegründeten und wachstumsorientierten Unternehmen durch Garantien vor. "Fehlendes Kapital erschwert und verhindert Gründungen und damit die Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen. Unser Modell soll die Bahn frei machen, damit die Jungen in der Wirtschaft wirklich durchstarten können", so Pletzer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Leitl und Salvi Batlle (Spanien), dem Weltpräsidenten der Junior Chamber International. Eine Umfrage unter den Mitgliedern der JWÖ zeigt den Bedarf: 68,7 Prozent der Befragten gaben an, dass man in Österreich "eher schwierig" an Kapital herankommt.

Kern des Konzepts ist ein eigener "Double Equity"-Fonds. Dieser soll zur Hälfte aus ERP-Krediten, die von der Finanzierungsgarantiegesellschaft (FGG) garantiert werden, sowie zu je einem Viertel von privaten Venture Capital-Unternehmen und aus dem Bundesbudget dotiert werden. Das Volumen des Fonds setzt der JWÖ-Vorsitzende "mit zumindest 100 Millionen Euro" an. Pletzer, selbst Chef eines expandierenden Unternehmens, Aufsichtsrat in der FGG und federführend in der Erstellung des Double-Equity-Konzepts, sieht einen engen Zusammenhang mit der "Wirtschaftsförderung Austria", der neuzugründenden One-stop-Shop-Förderinstitution von Finanz- und Wirtschaftsministerium: "Es geht um ein Grundprinzip in der gesamten Wirtschaftsförderung: Mehr Gewicht für die kleinen und mittleren Unternehmen, denn sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und der Motor des Wachstums".

Durch intensives Lobbying der Jungen Wirtschaft bei Finanz- und Wirtschaftsminister ist das Modell bereits in den Zielkatalog der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung aufgenommen worden. "Die Regierung hat die Realisierung von Double-Equity in ihrem Maßnahmenpaket für Klein- und Mittelunternehmen schon im Juni konkret zugesagt. Jetzt geht es darum, das Modell rasch umzusetzen, denn Österreichs Jungunternehmer brauchen das Geld bereits heute. Wir vertrauen daher voll auf die Qualität der Vorgespräche und Zusagen, vor allem des Finanzministers, und rechnen damit, dass der Fonds im Oktober den ersten neuen Unternehmen die Startphase ermöglicht", betont Pletzer.

Das Double-Equity-Modell setzt bei einem Kernproblem österreichischer Gründer an - Eigenkapitalmangel. In Österreich sind Neugründungen derzeit noch zu 70% (Bank)kreditfinanziert, der EU-Durchschnitt liegt bei 45%, in den USA sind es im Schnitt nur 25%. "Double-Equity wird -optimal umgesetzt - der größte Wurf in der Beteiligungsfinanzierung der letzten Jahrzehnte. Ein Meilenstein für Jungunternehmer in Österreich", ist Pletzer überzeugt. (us)

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