Rotes Kreuz startet Hilfsaktion im südlichen Afrika

Wien (OTS) - Rund 1,3 Millionen Menschen, viele davon Kinder werden vom Roten Kreuz im südlichen Afrika 12 Monate lang laufend versorgt werden. Eine Region, in der bis zu 34% der Bevölkerung mit dem HIV-Erreger infiziert ist zusätzlich betroffen von einer unvorstellbaren Hungersnot. Mehr als 200 Lastfahrzeuge werden Monat für Monat die Transportlogistik des gigantischen Rotkreuz-Hilfsprogramms stellen.

"Bereits im Mai hat das Rote Kreuz vor schweren Versorgungskrisen im südlichen Afrika gewarnt, weil wir sahen, dass die schon vorhandenen Hilfsprogramme nicht ausreichen werden" erklärt Martina Schloffer, Leiterin der Rotkreuz-Auslandshilfe, das Engagement in der Region.

Neben der raschen Versorgung mit Nahrungsmitteln als Soforthilfe hat auch die Herstellung von Brunnen zur Wasserversorgung und die langfristige Hilfe mit Saatgut- und Agrarprogrammen Priorität. Doch die nächste Ernte in dieser Gegend wird erst im März 2003 erwatet.

Die 29-jährige Wienerin Barbara Busch betreut in einer der betroffenen Regionen Simbabwe ein Brunnenbauprojekt des Roten Kreuzes. Sie wird diese Woche in Österreich zurück erwartet. Der 32-jährige Oberösterreicher Martin Janda ist in Mosambik für das Rote Kreuz im Einsatz, um Brunnen zu bauen und zu reparieren.

"Die tödliche Kombination von Hunger und AIDS hat dramatische Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft der betroffenen Länder: In Malawi, Sambia und Simbabwe sind über 50% unserer Hilfsempfänger Kinder. Die Erwachsenen sterben und übrig bleiben nur die Alten und kleine Kinder, dadurch werden dann keine Ernten ausgebracht und der Kreislauf des Hungers beginnt erneut," konkretisiert Schloffer die Problematik.

Das Rote Kreuz bittet um Spenden auf das PSK-Konto 2.345.000 bei der PSK oder im Internet unter http://spende.roteskreuz.at Kennwort:
"Hilfe in Afrika".

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OTS0071 2002-07-22/11:46

221146 Jul 02

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