SCHWEITZER: PVA: Versagen des Zusammenführungsmanagements

Eigentlicher Grund, warum Gauggs Vertrag verhindert wird - Besondere Geldverschwendung im EDV-Bereich - Verwaltungsaufwand stieg um 11,39%

Wien, 2002-07-22 (fpd) - "Wetscherek, Freitag und Co. wollen nicht, daß durch Reinhart Gaugg das Versagen des Zusammenführungsmanagements bekannt wird", erklärte FPÖ-Generalsekretär Mag. Karl Schweitzer in seiner heutigen Pressekonferenz. Dies sei der eigentliche Grund, warum man Gauggs Vertrag verhindere. ****

1996 sei das Strukturanpassungsgesetz beschlossen worden, das die Verwaltungskosten 96 und 97 auf dem Niveau von 95 eingefroren habe. Die PVArb habe auf Dauer gerichtete Maßnahmen durchgeführt, die PVAng hingegen habe die Probleme nur zeitlich aufgeschoben. Von 1997 bis 1999 sei der Verwaltungsaufwand nämlich um 11,39% bzw. 216 Millionen Schilling gestiegen, berichtete Schweitzer.

Die für die Meritorik zuständigen Direktoren in der PVAng hätten sieben E III-Kräfte zur eigenen Verfügung, führte Schweitzer weiter aus. Bei anderen Trägern der Pensionsversicherung gebe es hingegen keinen einzigen zugeordneten eigenverantwortlichen Bearbeiter für diese Bereiche. In der PVAng hätten auch Abteilungsleiter Mitarbeiter zur besonderen Verwendung. Allein in diesem Bereich gebe es ein Einsparungspotential von 40 bis 50 Posten. Für diese Posten gebe es nämlich bei der PVArb als weit größerem Träger keine Entsprechung. Der Generaldirektor und sein Stellvertreter der PVAng hätten 14 Bedienstete zur Verfügung. In der PVArb gebe es für diesen Bereich lediglich zwei Sekretärinnen. Der Fuhrpark umfasse fünf Autos und neun Chauffeure. Der Chefarzt werde in einem C-Klasse Mercedes vom Chauffeur von zu Hause in die Kassenordination gefahren. Wie zu Ostblockzeiten gebe es auch jeweils zwei Stockwerksbetreuer mit EDV-ausgestattetem Arbeitsplatz in der PVAng.

Besondere Geldverschwendung gebe es im EDV-Bereich, sagte Schweitzer. Bisher gebe es trotz steigendem Automatisierungsgrad kaum Personalreduktion. Würde die PVArb so wirtschaften wie die PVAng, brächte dies dem Bund eine jährliche Mehrbelastung von 514,5 Millionen Schilling. Würde umgekehrt die PVAng so arbeiten wie die PVArb, brächte dies Einsparungen in der Höhe von 343,6 Millionen Schilling pro Jahr.

Wetscherek habe selbst erklärt, seit Jahren mit einer Fusion zu rechnen. Umso überraschender sei es daher, meinte Schweitzer, daß in den ersten Sitzungen erklärt worden sei, daß die angestrebte Zusammenlegung im EDV-Bereich auf Jahre nicht Platz greifen solle. Stattdessen wolle Wetscherek unter Beibehaltung beider EDV-Mannschaften und beider EDV-Betriebsstandorte den laufenden kostenintensiven Parallelbetrieb weiterführen. "Hätten Wetscherek, Freitag und sonstige rotschwarze Freunde den bereits 2001 bekannten Inhalt der Regierungsvorlage ernstgenommen, könnte bereits ab Jänner 2003 mit einer einheitlichen EDV gearbeitet werden", erklärte Schweitzer. Dies brächte jährliche Einsparungen von mehreren Millionen Euro. Noch im Dezember 2001 seien aber noch mehrjährige kostspielige Bindungen an EDV-Firmen vergeben worden, obwohl Know-how und Kapazitäten in den eigenen Häusern vorhanden seien. Diese Verträge mit Fremdfirmen würden der Fusion im EDV-Bereich diametral entgegenstehen. Überhaupt habe man sich, und zwar auf Initiative des Hauptverbandspräsidenten Sallmutter, sechs Jahre lang gegen eine Zusammenarbeit gewehrt.

Schweitzer forderte, die Zusammenführung so rasch als möglich durchzuführen, mit einer Konzentrierung der Zentrale und der Landesstellen auf ein Gebäude und mit einem Personalkonzept mit budgetschonenden flachen Hierarchien. (Schluß)

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