SK-Dokumentation zur Causa Gaugg: FPÖ sagt das eine und tut das andere

Wien (SK) "Die FPÖ sagt das eine und tut das andere", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl heute zur Causa Gaugg. Im Folgenden einige Zitate, die diesen Kurs der FPÖ dokumentieren. ****

Die FPÖ sagt das eine...

Jörg Haider warnte, vom freiheitlichen Anti-Privilegien-Kurs abzugehen. Es dürfe keine Freunderlwirtschaft unter einer Regierung mit der FPÖ geben. (APA0235 2002-06-09/15:08)

Sehr zufrieden ist zeigte sich FPÖ-Klubchef Westenthaler mit der Situation seiner Partei. "Und jetzt zum Schluss war der wirkliche Kick natürlich die FPÖ als Sinnbild für den Kampf gegen Privilegien und Machtmissbrauch." (APA0037 2001-08-26/09:16)

Vizekanzlerin Riess-Passer hielt fest, dass die Freiheitlichen nicht nur anders sondern auch besser seien. Deshalb dürfte es auch nicht das geringste Ausscheren geben im Kampf gegen die Privilegien. Hier werde sie in keinem einzigen Fall ein Auge zudrücken. (APA0174 2001-01-21/13:16)

... und tut das andere...

Für den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider ist es eine "wirkliche Sauerei", dass sein langjähriger Weggefährte Reinhart Gaugg (49) keinen Sondervertrag als stellvertretender Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) erhalten hat.

Haider sprach weiter von einer "Desavouierung des Bundeskanzlers", weil "ich weiß, dass der Inhalt des Vertrages für Gaugg zwischen ihm und der Vizekanzlerin abgestimmt war". Es handle sich dabei um eine "saubere Lösung". (APA0200 2002-07-19/11:12)

Die Gehaltsforderungen Gauggs bezeichnete Sozialminister Haupt als "in dem Gefüge, das in der PVA existiert, durchaus angemessen". Die 9.900 Euro brutto lägen deutlich unter dem Gehalt des Generaldirektors, und deutlich über den Gehältern der Direktoren. Das entspreche der Hierarchie. Der Minister verteidigte auch die fünf Jahre Unkündbarkeit. (APA0757 2002-07-18/22:30)

Haupt zeigte sich Donnerstag Abend in der "ZiB 2" über die heutige Entscheidung des Überleitungsausschusses, dem Sondervertrag des stellvertretenden PVA-Generaldirektors Reinhart Gaugg nicht zuzustimmen, empört und sprach von "Mobbing". Es gebe einen Beschluss, dass Gaugg diesen Sondervertrag bekomme, und dieser Beschluss sei umzusetzen, so Haupt. (APA0757 2002-07-18/22:30)

Haupt verteidigte die Forderungen seines Parteikollegen: Die Gehaltsforderung - knapp 10.000 Euro monatlich - liege "im Gefüge des Betriebes". Dass Gaugg mehr will als die früheren Vize-Generaldirektoren bekamen, sei "gerechtfertigt". (APA0127 2002-07-20/12:56)

FPÖ-Generalsekretär Karl Schweitzer im Nationalrat: In der PVA werde von den rot-schwarzen Funktionären "ultrabrutales Mobbing" gegen den neuen Vizegeneraldirektor Reinhart Gaugg betrieben. Gaugg sei Opfer einer "Menschenhatz" - dabei verdiene er nur 2.000 Euro "und muss sich jeden Tag einen größeren Mistkübel erkämpfen". Unter diesen Bedingungen könne Gaugg sein Mandat nicht zurücklegen, "weil er morgen hinausgeworfen werden kann".

Jeder über 35 Jahre habe Recht auf einen Sondervertrag. Er finde es, so Schweitzer, angesichts der über die Heftigkeit seiner Ausführungen lachenden Journalisten, "nicht zum Lachen, dass ein Mensch wochenlang gehetzt wird und nur 2.000 Euro verdient". (APA0242 2002-07-09/12:27)

FPÖ-Abgeordneter Martin Graf, freiheitlicher Vertreter im Überleitungsausschuss: Beim gestrigen Vertragsentwurf habe es sich um einen "Leistungsvertrag", wie er in der Privatwirtschaft üblich sei, gehandelt. Gauggs Gehalt von 9.900 Euro sei "voll und ganz im Standard der PVA". (APA0249 2002-07-19/11:58) (Schluss) se/hm

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