Explosionsartiges Wachstum der irischen Wirtschaft beflügelt österreichische Exporte

Erfolgsstory für österreichische Exportfirmen

Wien (PWK538) - "Im Jahr 1995 lagen die österreichischen Ausfuhren nach Irland bei knapp ATS 1 Mrd, nur 6 Jahre später war dieser Wert auf EUR 212 Mio. gestiegen", berichtet der österreichische Handelsdelegierte in Dublin, Gerd Dückelmann-Dublany. Diese positive Entwicklung wird sich auch 2002 fortsetzen, da österreichische Exporte in den ersten vier Monaten 2002 bereits ein Plus von 7% verzeichnen. "Das ist eine Erfolgsgeschichte österreichischer Lieferfirmen, wie sie auf dem europäischen Markt wohl selten vorkommt", kommentiert der Handelsdelegierte. "Natürlich wäre sie ohne das explosionsartige Wachstum der irischen Wirtschaft kaum machbar gewesen", so Dückelmann-Dublany.

Mit durchschnittlichen BIP-Steigerungen von 9% in den letzten Jahren ließ Irland jeden anderen EU-Staat weit hinter sich. Verantwortlich hierfür waren meisterlich verwendete EU-Mittel, eine gekonnte Ansiedlungspolitik, die zu unzähligen Niederlassungen ausländischer Unternehmen führte, sowie demographische Gründe: 42% der Bevölkerung sind nicht älter als 25, in der EU liegt der Schnitt bei 25%. Der rasch steigende Bedarf an Arbeitskräften wurde jedoch auch aus einer anderen Quelle gedeckt. Angelockt von der Erfolgsstory ihres Heimatlandes begannen irische Emigranten zurückzukehren. Nach mehr als 100 Jahren erfolgte erstmals wieder eine Rückwanderung.

Erste Nebenwirkungen stellten sich rasch ein, das Wohnungsangebot wurde knapp. Die irische Bauwirtschaft kam mit der Errichtung von Häusern und Appartments nicht mehr nach. 52.000 Einheiten wurden allein im Jahr 2001 errichtet. Eine Entwicklung, die laut letzten Prognosen noch zehn Jahre anhalten soll. "Die Außenhandelsstelle begann daher bereits im Jahr 1997 österreichische Fertigteilhausfirmen auf diese beachtliche Marktchance aufmerksam zu machen", so der Handelsdelegierte. Erste Lieferungen erfolgten in den folgenden Jahren. Der europäische Marktführer, die österreichische Firma ELK, entschloss sich sogar, ein Werk zu errichten, wobei der Spatenstich im August erfolgen soll.

Ähnlich erfolgreich war die Firma Strabag AG. Der neue Wohlstand des Landes führte zu einer Verringerung der Mittel aus Brüssel, aber auch zu enormen Anforderungen an die Infrastruktur des Landes. Geschätzte EUR 18 Mrd müssten in den nächsten Jahren aufgebracht werden. Um den Ausbau dennoch vorantreiben zu können, beschloss die irische Regierung, Public Private Partnerships zu forcieren. Auf diese Weise soll günstiger und rascher gebaut werden. Als primäre Bereiche wurden der Straßenbau, der Umweltsektor, das Eisenbahnwesen und die Ausbildung identifiziert. Strabag ergriff die von der Außenhandelsstelle aufgezeigten Möglichkeiten. Bereits bei einem der ersten PPP Projekte erhielt die Strabag AG gemeinsam mit einem irischen Partner den Zuschlag für eine Autobahnbrücke über das Liffey Tal.

Unter den in Irland erhältlichen österreichischen Produkten erzielte jedoch der Energy Drink von Red Bull in kurzer Zeit die höchste Marktpräsenz durch perfektes Marketing für die richtige Zielgruppe, die ausgehfreudige, vornehmlich junge Bevölkerung. (pt)

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220937 Jul 02

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