Ö3-Geisterfahrer-Statistik:

Geisterfahrermeldungen - Erstes Halbjahr 2002 (1.1.-30.6.2002)

Wien (OTS) - Im ersten Halbjahr 2002 wurde im Ö3-Verkehrsservice 215mal Geisterfahreralarm ausgelöst. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2001 bedeutet das ein Plus von mehr als 10 %. Von Jänner bis März waren sogar über ein Viertel mehr Geisterfahrer unterwegs als im Vergleichszeitraum 2001. Nach einer vorübergehenden Besserung im Vorjahr ist somit wieder das Niveau des Rekordjahres 2000 erreicht. Die Sommermonate sind traditionell die gefährlichste Jahreszeit. Mit einem weiteren Anstieg der Geisterfahrerzahlen muss also gerechnet werden. ****

Die Eckzahlen:

Gesamt (1. JH 2001) 1. Quartal 2. Quartal

Gesamtzahl: 215 106 109 Tagesschnitt (GF/Jahr): 1,19 1,18 1,20

Änderungen in %
gegenüber Vorjahr: +10,26 % + 26,19 % - 1,8 %

Vergleichszeitraum 2001: 195 84 111

Bundesländer:
Wieder führen die Steiermark (49; 1. JH 2001: 36) und Niederösterreich (42; 1. JH 2001: 34) die Bundesländerstatistik an. An dritter Stelle liegt diesmal Kärnten. (30; 1. JH 2001: 21). In Salzburg und Vorarlberg sind die Zahlen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 leicht angestiegen, in Tirol, Oberösterreich, Wien und im Burgenland etwas gesunken.
Das Bundesland mit den vorläufig wenigsten Geisterfahrern ist das Burgenland mit nur 2 Meldungen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres wurden aus dem Burgenland vier Geisterfahrer gemeldet.

Wochentage:
In der Statistik der gefährlichsten Wochentage ist diesmal der Donnerstag Spitzenreiter. 37mal wurde an Donnerstagen vor Geisterfahrern gewarnt.
Der zweitgefährlichste Tag ist der Sonntag. Im Jahr 2001 noch der Tag mit den wenigsten Geisterfahrern, wird heuer an Sonntagen 33mal Geisterfahreralarm ausgelöst. Das Schlusslicht bildet diesmal der Freitag mit 26 Meldungen.
Insgesamt sticht diesmal kein Wochentag besonders hervor. Der Samstag als bisher gefährlichster Reisetag steht heuer mit nur 27 Meldungen an vorletzter Stelle.

Monate:
Die stärksten Monate sind in diesem Jahr bisher der Jänner und der Mai mit jeweils 41 Meldungen. Spitzenreiter des Vorjahres war zu diesem Zeitpunkt der April mit 45 Warnungen. Mit nur 29 Meldungen sind heuer im April deutlich weniger Geisterfahrermeldungen eingelangt. Die stärksten Monate insgesamt werden voraussichtlich auch heuer wieder die Sommermonate sein.

Stunden / Tageszeit:
Die gefährlichste Tageszeit ist der Abend von 18.00 bis 24.00 Uhr (68; 1. JH 2001: 55). Stark angestiegen sind auch die Geisterfahrerwarnungen am Morgen und Vormittag. Von 6.00 bis 9.00 Uhr wurde 22mal gewarnt (1. JH 2001: 17), von 9.00 bis 12.00 Uhr sogar 34mal, also mehr als doppelt so oft wie im 1. Halbjahr des Vorjahres (1. JH 2001: 16). Am Nachmittag von 12.00 bis 18.00 Uhr ist die Zahl der Meldungen hingegen zurückgegangen. (51; 1. JH 2001: 67). In den Nachtstunden von 0.00 bis 6.00 Uhr wird 40mal vor Geisterfahrern gewarnt, genauso oft wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Straßen
Die A2, Südautobahn, ist wie bisher die Autobahn mit den meisten Geisterfahrten. Im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen des Vorjahrs ist hier sogar der stärkste Zuwachs zu registrieren (53; 1. JH 2001: 42). Nunmehr auf dem zweiten Platz landet die A10, Tauernautobahn, mit 24 Meldungen (1. JH 2001: 21), knapp gefolgt von der A1, Westautobahn, (23; 1. JH 2001: 28) und der A9, Pyhrnautobahn, (22; 1. JH 2001: 18)
Erfreulich hingegen die Entwicklung auf der A12, der Inntalautobahn:
Waren in der ersten Jahreshälfte 2001 noch 22 Geisterfahrerwarnungen notwendig, sind es heuer nur mehr 9. Für die A8, die Innkreisautobahn, ist heuer bisher nur 1 Geisterfahrermeldung eingelangt. (1. JH 2001: 4).
In Relation zu ihrer Gesamtlänge gilt wie im Vorjahr die A13, Brennerautobahn, als gefährlichste Autobahn. Die Zahl der Warnungen ist sogar auf 10 angestiegen (1. JH 2001: 8). Auf den Schnellstraßen S4, S16 und S31 wird heuer noch keine Geisterfahrt registriert.

Die gefährlichsten Teilstücke:
Das gefährlichste Autobahnteilstück im ersten Halbjahr 2002 ist die A2, Südautobahn, im Wörtherseeabschnitt zwischen Klagenfurt und Villach. Für diesen Abschnitt wird heuer bereits 16mal gewarnt, allein 10mal von März bis Juni. Zum Vergleich: Im gesamten vorigen Jahr sind auf dieser Strecke 18 Falschfahrer wahrgenommen worden. Nicht viel weniger gefährlich ist die A10, die Tauernautobahn, im Salzburger Pongau (Pass Lueg - Flachau). Wie schon im Vergleichzeitraum des Vorjahrs gibt es heuer für diesen Abschnitt 12mal Geisterfahreralarm. Dahinter rangieren die A9, Pyhrnautobahn, südlich von Graz mit 11 Meldungen, die A13, Brennerautobahn, zwischen Innsbruck und Matrei sowie die A2, die Südautobahn, im Raum Wr. Neustadt mit jeweils 9 Meldungen.

Tagesrekorde:
Fünf Geisterfahrer an einem Tag - der 6. Jänner und der 21. März 2002 sind die bisherigen Rekordtage in diesem Jahr. Der Spitzenwert vom Vorjahr - mit sieben Geisterfahrerwarnungen am 13. Apri 2001 - wird aber nicht erreicht.

Unfallbilanz:
Bisher 1 Toter: Heuer sind bereits mehrere Unfälle mit Geisterfahrern passiert. Die vorläufige Opferbilanz: Ende Jänner ist in der Steiermark auf der A9 bei Seiersberg eine Person tödlich verunglückt. In der ersten Jahreshälfte des Vorjahrs hat es hingegen keinen einzigen Toten in Zusammenhang mit Geisterfahrern gegeben. Insgesamt kam im Vorjahr eine Person bei Geisterfahrerunfällen ums Leben.

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