Hohe Rohwarenpreise machen Obstverarbeitern schwer zu schaffen

Preisanpassungen ab 2. Jahreshälfte 2002 zu erwarten

Wien (PWK537) - "Wir werden in den kommenden Monaten einen Kampf
um den Inhalt des Marmeladeglases zu führen haben. Die Beschaffung der benötigten Rohwaren bereitet den Weiterverarbeitern von Obst große Probleme. Insbesondere die schlechte Erntesituation bei Erdbeeren und Marillen schafft einen eklatanten Engpaß am europäischen Markt", betonte heute, Freitag, Klaus Darbo für die Obst- und Gemüseveredelungsindustrie. Durch die Ausfälle infolge der Wetterkapriolen in vielen Erntegebieten Europas werde eine Steigerung des bereits hohen Preisniveaus bei diesen Marmeladen befürchtet.

Bis zum Beginn der Ernte 2003 sei daher für die österreichische Obstveredelungswirtschaft mit keiner Entlastung der Rohwarenpreise zu rechnen, unterstrich der Geschäftsführer des Verbandes der Obst- und Gemüseveredelungsindustrie, Josef Domschitz. Mit entsprechenden Preisanpassungen in der 2. Jahreshälfte 2002 insbesondere bei Konfitüren, Kompotten und Fruchtzubereitungen müsse daher im unterschiedlichem Ausmaß gerechnet werden.

Die österreichische Obst- und Gemüseveredelungsindustrie hadert mit dem Wetter. Die Wetterkapriolen des Jahres 2002 führen europaweit zu massiven Ernteeinbußen bei Obst und Gemüse, sodass bei den stark nachgefragten Obstsorten der Österreicher mit Lieferengpässen zu rechnen ist. Der Ernteausfall bei Erdbeeren betrug rund 40 Prozent. Die diesjährige Ernte bei Marillen war in vielen Erntegebieten Europas katastrophal. In den Hauptanbaugebieten Niederösterreichs, der Wachau, im Weinviertel sowie in Teilen des Burgenlandes müssen viele Marillenbauern einschneidende Verluste hinnehmen. "Wegen Frost, Hagel und zu viel Feuchtigkeit während der Blütezeit wird nur mit einem Viertel der Ernte des Vorjahres gerechnet", so Darbo. Vielerorts sei sogar ein fast 100-prozentiger Ausfall der Marillenernte zu verzeichnen. (us)

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OTS0145 2002-07-19/14:12

191412 Jul 02

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