Arbeitskreis der Automobilimporteure kritisiert Montis neue GVO

Keine Verbilligung der Autopreise durch neue GVO zu erwarten

Wien. Der Vorsitzende des Arbeitskreises der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung, Dr. Felix Clary und Aldringen, begrüßt, dass die langwierige Diskussion um die Kfz-GVO neu mit der am Mittwoch dieser Woche gefällten Entscheidung der EU-Kommission nun zu Ende gegangen ist und damit schließlich Rechtssicherheit für die Automobilbranche gegeben ist, äußert aber zum wiederholten Mal massive Bedenken zu zentralen Eckpunkten dieser Verordnung.

Aus Sicht der Automobilhersteller und -importeure werden die angestrebten Ziele der Kommission, wie niedrigere Auto- und Servicepreise bei gleicher Qualität des Kundendienstes mit dieser Regelung keinesfalls erreicht. "Der Konsument wird vergeblich auf die von Monti prophezeiten Preissenkungen warten. Insgesamt werden die durch die neue Rechtslage eintretenden massiven Veränderungen für den Fahrzeughandel kostentreibend wirken und mittelfristig zu höheren Autopreisen in automobilen Hochsteuerländern führen", schätzt Clary die Lage ein.

Die Automobilimporteure Österreichs kritisieren vor allem die negativen Folgen für den mittelständisch strukturierten, gewachsenen Autohandel, die durch die dreijährige Übergangsfrist für die Standortklausel bis zum 30. September 2005 zwar verzögert, aber nicht aufgehalten werden. "Es dürfte zu einer Konzentration in Richtung kapitalstarker, EU-weit agierender Großunternehmen im Kfz-Handel und damit zu weniger Verkaufsstandorten zu Lasten der Konsumentenzufriedenheit kommen. Tausende Arbeitsplätze sind mittelfristig im österreichischen Autohandel gefährdet", so der Importeurssprecher.

Der Grund für die Preisunterschiede in der EU seien zum überwiegenden Teil auf die gewaltigen nationalen Steuer- und Abgabenunterschiede für den Autokauf zurückzuführen. So divergieren die Autosteuern innerhalb der EU zwischen 15 % in Luxemburg und 218 % in Dänemark.

Durch eine weitgehende Harmonisierung der Nettopreise (Autopreise exkl. Steuer) für neue Automodelle durch die Hersteller wird das europäische Preisniveau vereinheitlicht werden und damit der von der EU-Kommission so stark propagierte grenzüberschreitende Autokauf seinen Anreiz für den Konsumenten verlieren. Autokäufer aus automobilen Hochsteuerländern, wie dänische, finnische oder griechische Käufer, werden in Zukunft jedenfalls höhere Preise zu bezahlen haben.

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0144 2002-07-19/14:09

191409 Jul 02

Mag. Georg Priesner
Geschäftsführer des Arbeitskreises der
Automobilimporteure
Telefon: 01-71135-2760
Telefax: 01-71135-2762
E-Mail: g.priesner@iv-net.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001