Abschaffung des Grünblinkens - Vernünftig oder nicht?

Die Abschaffung des Grünblinkens ist seit gestern ein heiß umstrittenes Thema. Dafür oder dagegen? Das KfV plädiert, alle Für und Wider des Grünblinkens einer seriösen wissenschaftlichen Untersuchung zu unterziehen

Wien (OTS) - Der gestrige Vorschlag des Wiener Verkehrsstadtrats Rudolf Schicker, die blinkenden Ampelgrünphasen abzuschaffen, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Verkehrsminister Reichhold steht dem Vorschlag prinzipiell positiv gegenüber, will jedoch im Vorfeld eine Untersuchung auf Tauglichkeit vornehmen. Die Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC sind jedoch gegen eine Abschaffung des Grünblinkens.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) stellt fest: "Es gibt keine aktuellen Untersuchungen zu diesem Thema".

"Ohne seriöse Untersuchung wird das KfV keine voreiligen Schlüsse ziehen. Tatsache ist, dass Generationen von österreichischen Autofahrern sich an die grünblinkenden Ampeln gewöhnt haben. Im Vorfeld müssten die Auswirkungen einer Streichung der Ampelgrünphasen auf den Verkehr untersucht werden", so Dr. Othmar Thann, Direktor der Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Die blinkenden Grünphasen traten mit der 3. StVO-Novelle am 1. Oktober 1969 in Kraft. Die Ankündigung des Gelbwerdens sollte als Sicherheitshinweis für alle Verkehrsteilnehmer dienen und somit abrupte Bremsmanöver vermeiden.

Österreich ist tatsächlich ein Unikum in Bezug auf das viermalige Blinken des grünen Lichts bei Verkehrsampeln, international folgt dem Grünlicht sofort das Gelbe.

Eines wissen wir bestimmt, jeder Verkehrsteilnehmer reagiert unterschiedlich auf das Blinken, genauso ist aber bekannt, dass das Grünblinken als Vorwarnung Sicherheitsreserven schafft. Ob eine Abschaffung das Unfallgeschehen reduzieren oder verstärken würde, ist jedoch fraglich und muss untersucht werden.

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191137 Jul 02

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