Silhavy zu Causa Gaugg: Haupt soll seine Interventionen endlich einstellen

Haupt will Gaugg-Sondervertrag um jeden Preis - Entscheidung des Überleitungsausschusses ist zu akzeptieren

Wien (SK) Als "unerträglich" bezeichnete SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die Aussagen von FPÖ-Minister Haupt zur Causa Gaugg. Haupt, der in der gestrigen "ZiB 2" zu einem Rundumschlag ansetzte, verteidige Gauggs überzogene Forderungen ohne Wenn und Aber. "In aller Klarheit" sei festzustellen, dass Haupt jedes Mittel recht sei, um seinem Parteikollegen einen Sondervertrag zuzuschanzen. Dabei müsste der Sozialminister vielmehr einsehen, dass seine ständigen Interventionen erfolglos blieben und er diese "endlich einstellen soll", sagte Silhavy. ****

Seit bekannt wurde, dass Haupt an einer "Geheimsitzung" teilnahm, in der die Bestellung Gauggs beschlossen wurde, habe der Minister seine Postenschacher-Bemühungen weiter intensiviert: So habe er nach dem ersten "Regiefehler" alle Mitglieder des Überleitungsausschusses zu einem "klärenden Gespräch" zu sich gebeten, und er wiederhole diese Einmischung nach der gestrigen Entscheidung des Ausschusses. "Haupt geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er anscheinend die Beamten seines Ministeriums anwies, alle Beschlüsse des Überleitungsausschusses zu beeinspruchen, bis sein Freund Gaugg einen PVA-Sondervertrag in der Tasche hat", kritisierte die SPÖ-Abgeordnete. Silhavy unterstrich, dass "die Nerven in der FPÖ nun ziemlich blank liegen", wie etwa der "lachhafte" Vorwurf des "Mobbing" der PVA-Vertreter gegenüber Privilegienritter Gaugg untermauere.

Tatsache sei, dass der Überleitungsausschuss gestern erneut gegen den vorliegenden Sondervertrag mit 8:7 gestimmt hat. Eine Entscheidung, die zu akzeptieren sei und einen klaren Schlussstrich unter die leidige Causa ziehen würde. "Trotzdem beharren Gaugg und Haupt auf dem Sondervertrag mit einer überzogenen Gehaltsforderung von 9.800 Euro, erhöhtem Kündigungsschutz und keinerlei Konsequenzen bei Nichtablegen der B-Prüfung", so die SPÖ-Abgeordnete. Auch der Vorwurf des Mobbing sei an den Haaren herbeigezogen und zeigt die "Angerührtheit" des FPÖ-Ministers.

"Die Mitglieder des Überleitungsausschusses haben gestern eine klare Entscheidung gegen die von FPÖ-Sozialsprecher Gaugg geforderten Vereinbarungen getroffen. Sowohl der Minister als auch der Abgeordnete sind aufgefordert, diese Entscheidung zu akzeptieren und nicht mit Druck und falschen Anschuldigungen ihren Willen mit allen Mitteln durchzusetzen", schloss Silhavy. (Schluss) hm/mp

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0089 2002-07-19/11:23

191123 Jul 02

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SK7