Gusenbauer zu Causa-Gaugg: FPÖ-Reaktionen geben Einblick in verkommenes Sittenbild

Mangel an Unrechtsbewusstsein ist erschütternd

Wien (SK) "Erschütternd", aber "symbolhaft für das verkommene Sittenbild der FPÖ" sind für SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer die Reaktionen aus den Reihen der FPÖ auf die gestrige Entscheidung des Überleitungsausschusses. "Hier wurde ein völlig außer Rand und Band geratener Privilegienritter, dessen Ansprüche jedes Maß an Realitätssinn vermissen lassen, in die Schranken gewiesen - und FPÖ-Spitzenvertreter fühlen sich auch noch als Opfer", sagte Gusenbauer Bezug nehmend auf die Aussagen von Sozialminister Haupt und FPÖ-Klubchef Westenthaler, die Gaugg als Opfer sehen, von Rechtsbruch und wörtlich von "Mobbing" sprechen. ****

Gusenbauer vermisst in diesen Reaktionen "jeden Funken an Unrechtsbewusstsein" - was für die FPÖ bezeichnend und nicht besonders überraschend wäre. Wenn nun aber sogar offensiv nach dem "Schuldigen" und dem "Verräter" in den Reihen von ÖVP und FPÖ gesucht werde, habe dieses unwürdige Spektakel auch im Maßstab der FPÖ einen neuen Höhepunkt erreicht, so der SPÖ-Vorsitzende am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Von der angeblichen Anti-Privilegien-Partei ist nichts geblieben", stellte Gusenbauer fest, "spätestens mit dem Fall Gaugg ist offensichtlich, worum es der FPÖ tatsächlich geht: Postenschacher, Privilegienwirtschaft, Supergagen und Verpolitisierung." Abschließend erklärte Gusenbauer: "Mit dem blau-schwarzen Günstling Gaugg ist die Koalition in allen ihren Ansprüchen gescheitert". "Was bleibt von 'Regieren neu'?: die Österreicherinnen und Österreicher können sich davon nun besser als je zuvor ein Bild machen." (Schluss) se

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191014 Jul 02

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