Politiker-Urlaube: Konecny bringt Anfrage ein - "Grasser ist nichts zu teuer"

Wien (SK) "Bis vor einigen Tagen wurde alles, was an Belastungen und Sozialabbau von der derzeitigen blau-schwarzen Regierung den Österreichern zugemutet wurde, mit der Erreichung des Nulldefizits gerechtfertigt. Weder das eine hat ein Ende, noch kann das andere gehalten werden", stellte der Vorsitzende der sozialdemokratischen Bundesratsfraktion, Albrecht K. Konecny, am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. "Die Regierung kauft aber im Rausch der Juli-Sommerhitze Abfangjäger im Wert von einigen Sparpaketen für die Bürger ein - von Nulldefizit und vom Sparen bei sich selbst ist keine Rede mehr", unterstrich Konecny. ****

Konecny brachte deshalb eine Anfrage an Finanzminister Grasser, "der vor kurzem erst die Politiker zum Durcharbeiten und nicht zum Urlauben verdonnern wollte", ein. Grund: "Wenn Grasser meint, die PolitikerInnen würden so viel urlauben, warum lässt er dann selbst keine Gelegenheit aus, um in mehr als angenehmer Umgebung das Leben zu genießen?" so Konecny. "So legte Grasser, nachdem er an einer Tagung des Internationalen Währungsfonds in Washington teilgenommen und die Eliteuniversität Boston besucht hatte, einen Zwischenstopp auf Hawaii ein, was nicht gerade ein Ort der Entbehrung ist. Ein anderes Mal war Grasser ebenfalls aus gutem Grund abwesend, während, wie ÖVP-Klubobmann Khol zischte, die anderen Mitglieder der Bundesregierung in Wien arbeiteten. Er verbrachte die Zeit in einem sportlich-eleganten 'Beachcomber'-Deluxe Ressort. Ein Ort, wo sich -wie wiederum FPÖ-Klubobmann Westenthaler meinte, ein Finanzminister hinflüchten müsse", erörterte Konecny.

"Die spartanische Freizeitgestaltung unseres Finanzministers wird nur mehr von der puristischen Ausrichtung seiner Amtstreffen geschlagen. Wer will schließlich auch Grasser absprechen, dass ein Empfang für eine kleine Gruppe im Finanzministerium, bei dem, den Räumlichkeiten der Himmelpfortgasse angepasstes Personal - livrierte Kellner -Kleinigkeiten im Wert von 4.000 Euro reichten, nicht ganz und gar im Sinne der Sparpolitik der Regierung steht", betonte Konecny. "Eine Regierung ohne Anstand lässt eben keine Gelegenheit aus, diesen vermissen zu lassen", so der SPÖ-Politiker abschließend. (Schluss) hm/mp

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