ÖGB-NÖ-Staudinger: "Tief betroffen über Aus von Semperit"

Hilflos zusehen zu müssen, ist das Schlimmste

Wien (ÖGB-NÖ). "Hilflos zusehen zu müssen, ist das Schlimmste", zeigt sich der Vorsitzende des ÖGB-NÖ Josef Staudinger tief betroffen über das endgültige Aus des Traditionsbetriebes Semperit in Traiskirchen. Heute rollt der letzte Reifen vom Band. "Ich weiß, dass das auch nichts mehr hilft, aber ich werde meine Reifen zukünftig bei anderen Produzenten kaufen. Ich denke, ich werde nicht der Einzige sein", vermutet Staudinger.++++

"Es ist mir einfach unverständlich, warum niemand eingegriffen hat. Diese 'Vogel-Strauß-Politik' der politisch Verantwortlichen ist nicht mehr nur damit zu begründen, dass man - angeblich - in Konzernentscheidungen nicht eingreifen kann. Hier geht es um Hunderte Menschen, die ihre Existenz verlieren und hier geht es um einen volkswirtschaftlichen Schaden für Niederösterreich, von dem sich gerade diese Region lange nicht erholen wird", so der Gewerkschafter. "Mein Dank gilt einmal mehr Alfred Artmäuer. Er hat gekämpft wie ein Löwe, um das Werk und damit Arbeitsplätze zu retten. Ein Kampf gegen eine Konzernphilosophie der 'verbrannten Erde' und gegen eine österreichische Politik, die sich völlig aus ihrer sozialen Verantwortung verabschiedet hat', schließt Staudinger.

ÖGB, 19. Juli 2002
Nr. 614

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