"Kleine Zeitung" Kommentar: "Super GAUgg" (Von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 19.07.2002

Graz (OTS) - =

Was zuvor als SuperGAUgg bewitzelt worden war,
nämlich als "größter anzunehmender Unfall", ist nun tatsächlich passiert: Reinhart Gaugg, der sich seinen Umstieg vom Parlament in die Pensionsversicherung mit einem hoch dotierten Sondervertrag vergolden lassen will, ist auch im zweiten Anlauf auf die Nase gefallen.

Die Methode war zu durchsichtig: Man machte aus dem unbefristeten Vertrag einfach einen befristeten Vertrag und nahm alle Privilegien, die schon einmal vom Überleitungsausschuss abgelehnt worden waren, nahezu unverändert wieder auf.

Ein übles Spiel, das nur dann reibungslos über die Bühne geht, wenn gewährleistet ist, dass die Fraktionsdisziplin eingehalten wird. Anders als im Stiftungsrat des ORF wird aber im Überleitungsausschuss der PVA geheim abgestimmt.

Die FPÖ soll sich die Mühe sparen, nach dem Verräter in den Reihen der ÖVP zu fahnden. Der Sozialminister braucht auch nicht den Datenschutz einzumahnen. Und der künftige Generaldirektorstellvertreter möge bitte nicht über einen Vernichtungsfeldzug jammern.
Die Wahrheit ist: Gaugg hat sich durch seine maßlosen Forderungen selbst vernichtet.

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OTS0193 2002-07-18/19:09

181909 Jul 02

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