Prinzhorn sieht Fusion Verbund-EnergieAllianz skeptisch

Stromlösung nach Landesfürstenart auf Kosten der Kleinabnehmer?

Wien, 2002-07-18 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschaftssprecher Thomas Prinzhorn konnte nicht in die rot-schwarzen Jubelchöre einstimmen und äußerte sich skeptisch zu der am Donnerstagabend präsentierten "österreichischen Stromlösung". Angesichts der Tatsache, daß nur 4 Länder involviert seien, handle es sich eher um eine "ostösterreichische Rumpflösung". Es müsse sich erst zeigen, ob diese wettbewerbstauglich sei und den österreichischen Stromkunden, vor allem den KMU und den Privathaushalten, zum Vorteil gereichen könne. Die Gefahr eines Quasi-Monopols am heimischen Strommarkt stünde jedenfalls im Raum.

Prinzhorn appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Geschäftsführung des neuen Energieriesen, das jährliche Synergiepotenzial von 80 Mio. Euro an die kleinen Kunden weiterzugeben und äußerte Bedenken zu der Rolle der Länder: Vor allem Wien sei nun an der Reihe, die jüngsten Strompreiserhöhungen zurückzunehmen und den Konsumenten zu entlasten. Es könne nicht angehen, dass LH Häupl gegen den "Ausverkauf heimischer Energie" polemisiere, ein pseudopatriotisches Lamento über eine "österreichische Lösung" abhalte und als Wiener Landeshauptmann gleichzeitig die höchste KWK-Zulage der Republik einhebe.

"Die österreichischste aller Lösungen", so Prinzhorn, "ist die, wo am Ende der billigste Preis für den heimischen Verbraucher rauskommt, und das muss die heute vorgestellte "Energie Austria neu" erst beweisen".

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