Der Vorsitzende der ARGE der Heime in NÖ fordert Minister Böhmdorfer auf, seine "Hausaufgaben" zu machen!

Horn (OTS) - Mit Betroffenheit reagieren die Leiter der Alten- und Pflegeheime in NÖ auf die Pressekonferenz von Bundesminister Böhmdorfer "Altern in Würde", wo statt mit sachlichen Argumenten einmal mehr mit dem Instrument der Skandalisierung eine humanitäre Aufgabe in diffuses Licht gerückt wird.

Es kann nicht angehen, dass sich - statt die eigenen "Hausaufgaben" zu machen - Minister Böhmdorfer berufen fühlt, tausende Mitarbeiter zu kriminalisieren und zig-tausende Betroffene (Bewohner und deren Angehörige) zu verunsichern.

Die angesprochenen Hausaufgaben sind:

1. Arbeitsgruppe Heimvertrag tagt seit 3 Jahren nicht mehr

Im Hause des Minister Böhmdorfer gibt es seit über 3 Jahren eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema "Heimvertrag" auseinandersetzen sollte. Mit dem Wechsel des Ministers an der Spitze - von Michalek zu Böhmdorfer - freilich erfolgte auch ein Wechsel des Arbeitstempos. Das heißt - es gab seither keine konstruktive Sitzung dieser Arbeitsgruppe mehr!

Heimverordnungen und Verträge liegen grundsätzlich im Kompetenzbereich der Länder. Gerade die Heimbetreiber und ihre Heimleitungen sind äußerst daran interessiert, dass derartige Regelungen, wie es diese z.B. in NÖ im Rahmen der beschlossenen Heimverordnung gibt (derzeit gibt es keine einzige (!) Beschwerde beim NÖ Patientenanwalt) bundesweit als beispielgebend angesehen werden würden. Zusätzlich sind alle Heime in NÖ (unabhängig vom Träger) verpflichtet, bis Jahresende rechtlich bindende Verträge mit den Bewohnern abzuschließen.

2. Bundesweite gesetzliche Regelung für Freiheitsbeschränkungen lässt bis heute auf sich warten

Säumig zeigt sich Minister Böhmdorfer noch in einer weitaus elementareren Angelegenheit: das Thema Freiheitsbeschränkungen wartet seit Jahren auf eine eindeutige und bundesweite gesetzliche Regelung! Es geht dabei um das tägliche Miteinander der pflegebedürftigen und hochbetagten Menschen mit dem Pflege- und Betreuungspersonal.

3. Wo bleibt Unterstützung für die beiden Minister Bartenstein und Haupt zur Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegesetzes durch Minister Böhmdorfer

Diese unerlässliche Novellierung hat unter anderem das Ziel, durch eine Reformierung des bislangen undurchlässigen Ausbildungssystemes es jungen Menschen zu erleichtern, sich für diesen Beruf zu begeistern und ihn durch Aufstiegschancen attraktiv zu machen.

Was in den Häusern tatsächlich geschieht, um Qualität zu gewährleisten:

Hilfreich zur wirklichen Wahrung der Interessen "seiner Konsumenten" könnten Minister Böhmdorfer vielleicht folgende Information sein, die ihm hiermit gerne beispielhaft übermittelt werden:

Der ARGE der NÖ Heime ist beispielsweise gemeinsam mit dem Land NÖ im vergangenen Jahr in einer großangelegten Aktion gelungen, die Menschen für die Arbeit und das Thema "Pflege" zu sensibilisieren. Über 1000 ehrenamtliche Mitarbeiter konnten so für die Heime gewonnen werden.

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OTS0179 2002-07-18/16:33

181633 Jul 02

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