Bartenstein: Südosteuropäischer Wirtschaftsraum eröffnet neue Chancen für Österreich

Ministererklärung zur Verbesserung des Investitionsklimas in Südosteuropa unterzeichnet

Wien (BMWA/OTS) - Auf Einladung von Wirtschafts- und
Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein trafen heute Wirtschaftsminister bzw. hohe Vertreter aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldau, Rumänien, der Bundesrepublik Jugoslawien, Serbien und Montenegro in der Wiener Hofburg zusammen, um Möglichkeiten für eine Steigerung des Zuflusses ausländischer Investitionen zu erörtern. An dem Treffen nahmen auch der stellvertretende Generalsekretär der OECD, Richard Hecklinger, und der Sonderkoordinator des Stabilitätspakts, Dr. Erhard Busek, teil. Bartenstein betonte, dass für den Wiederaufbau und die Schaffung funktionierender marktwirtschaftlicher Strukturen in diesen Ländern ausländische Investoren unerlässlich seien. Denn der Kapitalstock der Region ist nicht ausreichend, um die Infrastruktur dieser Länder auf westliche Standards anzuheben. Bisher war die Suche der Länder Südost-Europas nach ausländischen Investoren nicht sehr erfolgreich. Laut einer soeben fertig gestellten Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche flossen im vergangenen Jahr rund 4,4 Mrd. US-Dollar in die Region. Dies war zwar ein Plus von 16 % gegenüber 2000, aber insgesamt lediglich gerade 0,6 % der Weltinvestitionen und nur wenig mehr als die Hälfte der 8 Mrd. US-Dollar, was Polen anzog. ****

Daher haben die Minister anlässlich des Treffens eine Erklärung für die Verbesserung des Investitionsklimas in Südosteuropa ("Attracting Investment to South East Europe: Common Principles and Best Practices") unterzeichnet. Darin vereinbarten sie unter anderem Vereinfachungen bei der Zulassung von Investitionen, verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität sowie eine intensivierte Zusammenarbeit in Investitionsfragen.

Südosteuropa stellt einen Wachstumsmarkt dar. Für 2002 und 2003 wird für diese Region eine Wachstumsrate von 4% prognostiziert. Daher, so Bartensein, ist das Engagement für ein besseres Investitionsklima eine win/win-Situation. Die Länder der Region erhalten Zugang zu westlichem Kapital und Know-how und österreichische Unternehmen bekommen bessere Rahmenbedingungen für ihr Auslandsengagement. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie in der Vergangenheit immer wieder bewiesen. So ist Österreich in Kroatien mit Gesamtinvestitionen von rund 2 Milliarden Euro größter Investor", betonte der Minister.

Das Wirtschaftsministerium hat seit Anfang dieses Jahres gemeinsam mit der OECD den Vorsitz im sogenannten "Investment Compact" inne. Das ist jener Teil des Stabilitätspakts für Südosteuropa, der sich mit Investitionsfragen beschäftigt und in dessen Rahmen auch das Maßnahmenpaket ausgearbeitet wurde. Die Wiener Erklärung ist ein Meilenstein in den internationalen Bemühungen um eine Verbesserung des Investitionsklimas in Südosteuropa und ein großer Erfolg des diesbezüglichen österreichischen Engagements.

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