ÖAMTC gegen Abschaffung der Grünblink-Phasen

Sicherheitsgewinn darf nicht aufs Spiel gesetzt werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der heutige Vorstoß von Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker, die Grünblink-Phasen abschaffen zu wollen, löst beim ÖAMTC Verwunderung aus. "Seit mehr als 25 Jahren bewährt sich diese Einrichtung, weil sie den Kraftfahrern ermöglicht, ihr Fahrverhalten rechtzeitig auf das bevor stehende Aufleuchten des Gelblichtes einzustellen und somit abrupte Bremsmanöver vermieden werden", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch.

Anlässlich der Installierung der ersten Grünblink-Ampeln vor rund 30 Jahren bestanden diverse Unklarheiten. Der Nationalrat hat daher im Jahr 1976 aufgrund eines Vorschlages des Clubs österreichweit eine verbindliche Bestimmung über Länge und Dauer des Grünblinkens sowie das Verhalten der Kraftfahrer beschlossen. Seither zeigt sich, dass in Österreich das Rotlicht einer Verkehrsampel fast ausnahmslos beachtet wird. In anderen Ländern dagegen, wie zum Beispiel in Deutschland, passiert es häufig, dass Kraftfahrer bei Gelblicht nicht anhalten können und die Kreuzung bei Rot überqueren.
"Österreich würde einen hohen Sicherheitsgewinn aufs Spiel setzen, wenn die von allen Kraftfahrern akzeptierte und bewährte Einrichtung des Grünblinkens aufgegeben wird", stellt Haupfleisch fest. Der ÖAMTC-Jurist hat sich schon seit den 70er Jahren für eine rechtliche Absicherung des Grünblinkens eingesetzt.

Der ÖAMTC wird sich konstruktiv in die laufende Diskussion rund um das Grünblinken einbringen und bietet der von Infrastrukturminister Mathias Reichhold angekündigten Expertenrunde seine Mitarbeit an.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0172 2002-07-18/15:38

181538 Jul 02

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP/ÖAMTC-Presse