FORMAT: Bischof Küng fordert von Regierung Heiratsgeld und kündigt halbjährigen Ehekurs an

"Gesetzgeber darf sich nicht vorm Schutz der Ehe drücken"

Wien (OTS) - Familienbischof Klaus Küng läßt mit Vorschlägen zur Senkung der österreichischen Scheidungsrate aufhorchen. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, fordert das für Familienangelegenheiten zuständige Mitglied der Bischofskonferenz von der Bundesregierung die Einführung eines "Heiratsgeldes". Küng zu FORMAT: "Der Gesetzgeber hat für die Institution Ehe eine Schutzfunktion zu erfüllen, vor der er sich nicht drücken darf." Laut Küng solle die Ehe daher "im Rahmen von Sozialleistungen" gefördert werden.

Als kircheninterne Maßnahme gegen den Scheidungsboom kündigt Küng gegenüber FORMAT eine "Intensivierung der Ehevorbereitung" an: "Ich könnte mir eine verpflichtende Ehevorbereitung vorstellen, die sich etwa auf ein halbes Jahr erstreckt." Laut Küng soll "dieses neue Leitbild" bis zum Jahr 2004 realisiert werden. Zum Vergleich: Derzeit müssen Heiratswillige für die Vorbereitung auf die kirchliche Trauung lediglich einen Nachmittag investieren.

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OTS0132 2002-07-18/13:00

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