FORMAT: VP-Pühringer und VP-Gehrer bremsen bei Steuerreform

Wien (OTS) - Die ÖVP-Länderfürsten machen gegen eine Steuerreform am 1. Jänner 2003 mobil - nach Herbert Sausgruber (Vorarlberg) und Waltraud Klasnic (Steiermark) steigt nun auch Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer auf die Bremse. Pühringer im Interview mit dem heute, Freitag, erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT: "Wenn der Politik klar wird, daß eine Steuerreform nur durch ein Maßnahmenpaket danach finanzierbar ist, sollte man es besser lassen und auf später verschieben. Ich plädiere auch hier für eine Politik der Redlichkeit. Es hat keinen Sinn, den Leuten Sand in die Augen zu streuen." Auch Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, stellvertretende Vorsitzende der ÖVP, warnt gegenüber FORMAT zur Vorsicht: "Ich plädiere jedenfalls dafür, zuerst das Budget 2003 zu erstellen ohne neue Schulden zu machen - und dann zu sehen, wo die Spielräume sind."

Kritik übte ÖVP-Grande Pühringer auch an Finanzminister Karl-Heinz Grasser persönlich, der gemeint hatte, es sei für ihn "völlig unfassbar, dass sich die Politik im Sommer einfach in den Urlaub verabschiedet". Pühringer: "Ein Finanzminister, der selbst immer wieder gerne auf Urlaub geht, soll sich nicht zu Wort melden. Das ist billigster, reinrassiger Populismus. Solche Äußerungen lehne ich ab. Leider neigt der Finanzminister manchmal zu solchen Aussprüchen."

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OTS0117 2002-07-18/12:31

181231 Jul 02

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