"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Sündenfall" (Von Claudia Gigler)

Ausgabe vom 18. Juli 2002

Graz (OTS) - Der Gaugg'sche Vertrag muss in Wien zur Justament-Angelegenheit hochstilisiert worden sein. Anders kann man sich die Tolpatschigkeit des Betroffenen und die Sturheit seiner Förderer nicht erklären.

Was ist der Preis, für den es sich lohnt, in diesen Krieg zu ziehen? In einen Krieg zumal, der längst in einen Rundumschlag gegen das Volksempfinden umschlug und der in einem Vernichtungsfeldzug gegen das eigene Image enden könnte.

Gaugg steigt quer in die Sozialversicherung ein. Gut. Das haben andere vor ihm auch schon getan.

Gaugg meint, er sei hochqualifiziert für das Amt eines Vize-Generals. Auch gut. Dann hat er es nicht notwendig, sich vor einer Dienstprüfung zu drücken, die tausende leitende Beamte vor ihm als Selbstverständlichkeit abgelegt haben.

Und Gaugg will gut verdienen. Das sei ihm umbenommen, aber in den Einkommenshöhen, um die es hier geht, dürfte ein Verzicht auf 1000 Euro pro Monat hart, aber nicht unzumutbar sein. Zumal er ihm versüßt würde durch eine Dritt-Pension.

Die FPÖ hat sich offenbar entschieden. Schon am 2. Juni sprach Jörg Haider von einem Sündenfall. Dem ist nichts hinzuzufügen. ****

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OTS0168 2002-07-17/18:40

171840 Jul 02

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