FP-Rambossek ruft zum "Conti-Boykott" auf!

Letztes Kapitel eines Dramas auf Kosten der Traiskirchner

Wien (OTS) - Zu einem österreichweiten Boykott von "Conti-Produkten", anläßlich der bevorstehenden Schließung des Semperit-Werk in Traiskirchen, rief heute der freiheitliche Wirtschaftssprecher Dkfm. Edwin Rambossek auf. "In einer Resolution werden die freiheitlichen Abgeordneten Niederösterreichs alle offiziellen Bundes- und Landesstellen zu einem derartigen Schritt auffordern. Um weiteren Abwanderungen von Firmen in die östlichen "Billiglohnländer" einen Riegel vorzuschieben müsse man im Interesse des EU-Wirtschaftsraumes, und natürlich im besonderen Österreichs, "laut über künftige Schutzzölle für Nicht-EU-Länder nachdenken".

Nachdem im Traiskirchner Reifenwerk eine "Scheinverhandlung nach der anderen platze", fordert Rambossek jetzt eine scharfe Gangart gegen über dem Continental-Konzern und Firmen, die glauben, es ihm gleich tun zu müssen. "Während Conti im rumänischen Temesvar ein neues Werk um sechs Millionen Euro baut, in dem 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, werden ab August in Traiskirchen 1.000 Mitarbeiter ihren Job los sein und ihre Reifen jetzt in Tschechien produziert werden!", kritisiert Rambossek. Und solange Brüssel diesem "arbeitsplatzvernichtenden Treiben" völlig tatenlos zusieht, werden noch viele westliche Firmen diesem für die arbeitenden Menschen in der Union verheerendem Beispiel folgen.

Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum sei nur dann überlebensfähig, wenn zumindest "gewisse Schutzmechanismen" vorhanden seien, so der FP-Politiker. Dies aber sei in der EU nicht der Fall. Schutzzölle seien zwar eine "harte Sache", wenn es aber ums eigene Überleben gehe, wahrscheinlich notwendig, stellte Rambossek fest. Der "Conti-Boykott" sollte aber auch im eigenen Interesse von der gesamten österreichischen Bevölkerung mitgetragen werden. "Es ist zu hoffen, daß sich auch die verantwortlichen Alt-Politiker der SPÖ endlich mit einem Akt der Solidarität zeigen und nicht nur ihre hohen Pensionen genießen. Das sind wir nicht nur den vielen wahrscheinlich Langzeitarbeitslosen des Reifenwerkes, sondern auch künftigen Leidengenossen schuldig!", so Rambossek abschließend.

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