SCHWEITZER: Ex-Frauenministerin Prammer mit Erinnerungslücken

Prammer schwieg zu Fall Hufnagl

Wien, 2002-07-17 (fpd) - Der freiheitliche Generalsekrektär Mag. Karl Schweitzer wies im Zusammenhang mit den Vorkommnissen in Graz die dümmlichen Unterstellungen der Ex-Frauenministerin Barbara Prammer in aller Schärfe zurück. ****

Schweitzer erinnerte Prammer an die Affäre des oberösterreichischen SPÖ-Bürgermeisters von Windischgarsten, Franz Hufnagl, der wegen schwerwiegender Sexualdelikte 1999 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Die damalige Frauenministerin Prammer habe in dieser schockierenden Angelegenheit nicht den Mut gehabt, das unfaßliche Treiben des damaligen Windischgarstener SPÖ-Bürgermeisters in der Öffentlichkeit zu brandmarken.

"Prammer und die SPÖ haben sich damals wochenlang zu diesen äußerst unerquicklichen Vorkommnissen nicht geäußert und sich mit diesem Verhalten die berechtigte Kritik der Öffentlichkeit zugezogen", so der Generalsekretär. Wenn Prammer nun der FPÖ unterstelle, daß sie Übergriffe auf Frauen als "Kavaliersdelikte" betrachten würde und hier Vizekanzlerin Riess-Passer und Frauenminister Haupt ins Spiel bringe, so sei dies Ausdruck erstens einer mehr als bedenklichen Gedächtnisschwäche, und zweitens ein nicht hinnehmbarer Untergriff, der einen Tiefpunkt in der politischen Kultur des Landes darstelle, betonte Schweitzer.

Im Übrigen habe Haupt sofort nach Bekanntwerden der Affäre in Graz die dortige Gleichbehandlungsanwaltschaft aufgefordert, in dieser Angelegenheit im Sinne der Frauen aktiv zu werden. Von Prammer habe man solches Handeln in der Causa Hufnagl vermißt, so Schweitzer abschließend. (Schluß)

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