ARBÖ: Die 10 Gebote im Stau

ARBÖ-Stauhelfer berichten über einschlägige Unsitten

Wien (ARBÖ) - Die ARBÖ-Stauhelfer konnten im Zuge ihrer Anti-Stau-Tour einige mitunter sehr gefährliche Gepflogenheiten im Stau stehender Fahrzeuglenker beobachten:

1. Nichts hinausstrecken!
Die ARBÖ-Mitarbeiter stellten fest, dass viele Autofahrer einfach zu bequem waren, die Autotüren während des Stop-and-Go-Verkehrs zu schließen. Köpfe, Arme und Beine wurden herausgestreckt. Die Begünstigung von Sach- und/oder Personenschäden schien wenig zu interessieren.

Natürlich soll man sich bei Stau und Hitze nach Möglichkeit ausreichend Luft verschaffen, jedoch sind bei jeder auch noch so geringen Fahrtgeschwindigkeit die Türen geschlossen zu halten!

2. Achtung: Einspurige Kfz!
Einspurige Kfz verhielten sich oft besonders rücksichtslos und zwängten sich durch die Autokolonnen. Eine angemessene Geschwindigkeit, eventuell ein Stehenbleiben, wenn es enger wird, sind mehr als angebracht!

3. Beobachten Sie den nachfolgenden Verkehr!
Bedauerlicherweise passiert es immer wieder: Gedankenlos öffnet ein Autofahrer die Türe, fährt ein wenig nach links oder rechts, ohne zu schauen und schon hört man ein Krachen:
Der ARBÖ appelliert: Vergessen Sie nie, die Spiegel zu verwenden, bzw. einen Blick nach hinten zu riskieren, ob die Luft rein ist!

4. Bewahren Sie Ruhe!
Immer wieder beobachtet: Aufgestauter Unmut und/oder wachsende Frustration! Lassen sie Ihre Wut nie an Ihren Mitfahrern oder schlimmstenfalls anderen Leidensgenossen aus. Es verbessert die festgefahrene Situation keineswegs, im Gegenteil: Nehmen Sie Rücksicht und bedenken Sie, dass Streitgespräche auch von der Umwelt wahrgenommen werden, und sich die allgemeine Stresssituation beträchtlich verstärken kann.

5. Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr! ARBÖ-Mitarbeiter mussten in erschreckend vielen Fällen erleben, wie schlecht Verkehrsteilnehmer ausgerüstet waren: Als Autofahrer, besonders im Reiseverkehr muss man einfach mit der Möglichkeit eines Staus rechnen. Daher gilt es, Proviant - und besonders wichtig -Getränke mit sich zu führen.

ARBÖ-Experten raten Autofahrern dringend, gerade im Sommer während längerer Fahrten und Staus, dem Körper immer wieder genügend Flüssigkeit zuzuführen. Vor allem bei starker Hitze kann Flüssigkeitsmangel rasch zu einem körperlichen Abfall bzw. einer Konzentrationsschwäche führen. Selbst ein geringer Flüssigkeitsmangel kann laut Expertenmeinung Kopfschmerzen, Lethargie oder verringerte Aufmerksamkeit verursachen. Für Eltern und/oder Begleitpersonen besonders wichtig: Kinder und ältere Menschen haben ein geringeres Durstgefühl, auf welches unbedingt Bedacht zu nehmen ist.

6. Benützen Sie niemals den Pannestreifen!
Leider hat es sich bis dato noch nicht bei allen Kfz-Lenkern durchgesprochen, dass der Pannenstreifen ausschließlich von Einsatzfahrzeugen befahren werden darf. Auf keinen Fall darf ein Lenker den Pannenstreifen für ein Zurücksetzen seines Fahrzeuges missbrauchen um zu einer Abfahrt zu gelangen.

7. Vergessen Sie nicht, den Motor abzustellen!
Das ARBÖ-Anti-Stau-Team musste feststellen, dass Gestank und Lärm von laufenden Motoren für viele im Stau stehender Verkehrsteilnehmer nichts Unangenehmes zu haben schien: Den Motor abzustellen, bringt neben einer Geld- und Benzinersparnis auch noch eine angenehmere Atemluft, abgesehen davon, dass man auch Mutter Natur etwas Gutes tut.

8. Halten Sie den Sicherheitsabstand ein!
Als ob es nicht schon eng genug gewesen wäre, glaubten viele Lenker, sie müssten, sich am Vordermann kleben, um besser voranzukommen. Es ist ein Irrglaube, dass bei einer geringen Fahrtgeschwindigkeiten keine Auffahrunfälle passieren können. Das gilt besonders, wenn durch langanhaltende Monotonie die Gefahr einer gedankenlosen Aktion verstärkt wird.

9. Passen Sie sich beim Erblicken eines Stauendes an!
Die ARBÖ-Mitarbeiter mussten am Stauende immer wieder einschlägige Bremsgeräusche vernehmen, weil Kfz-Lenker beim Erblicken eines Stauendendes nicht richtig reagierten: Passen Sie rechtzeitig Ihre Fahrtgeschwindigkeit an! Schalten Sie die Warnblinkanlage ein!

10. Achten Sie auf Ihre Kinder und tierischen Begleiter!
Das ARBÖ-Anti-Stau-Team begegnete leider ziemlich oft völlig unterbeschäftigten und sich dementsprechend verhaltenden Kindern. Mitgeführte Spielsachen, Malhefte könne da Wunder tun! Hunde brauchen selbstverständlich Auslauf: Aber bitte nie ohne Leine!

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171211 Jul 02

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