Pittermann: Stadt Wien behandelt kranke irakische Kinder

Leere Versprechungen von Landeshauptmann Haider - Wien nimmt humanitäre Verantwortung wahr und führt Behandlungen durch

Wien (OTS) - "Damit haben Haiders Irak-Reisen eine neue, zynische Dimension erreicht", kommentiert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker die Tatsache, dass nunmehr die Wiener BürgerInnen die Spitalskosten für die Behandlung der kranken Kinder aus dem Irak übernehmen sollen. "Zuerst stellt Jörg Haider großartig eine humanitäre Aktion als seine persönliche Sache vor und missbraucht damit schwerkranke Kinder zu Propagandazwecken, dann nimmt sich Ewald Stadler als Präsident der Irakisch-Österreichischen Freundschaftsgesellschaft (IRAS) der Irakischen Kinder an, und letztendlich wurde vom Bundesminister für Soziales und vom Staatssekretär für Gesundheit die Frage der finanziellen und medizinischen Abwicklung an das Wiener Gesundheitsressort weitergeleitet", kritisiert Pittermann.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund übernimmt aus dem Titel der humanitären Hilfsmaßnahmen die Kosten für sieben der insgesamt neun beantragten Fälle - die vorliegenden Ansuchen wurden wie alle anderen Ansuchen auch nach strengen Kriterien der medizinischen Sinnhaftigkeit und nach ökonomischen Überlegungen beurteilt. "Die Stadt Wien kommt ihrer humanitären Verantwortung nach. Der Ablauf dieser Geschichte zeigt der Öffentlichkeit wieder einmal, wie dürr die humanitäre Hilfe Jörg Haiders in der Realität ist, nahm man doch an, dass die anfallenden Kosten aus dem Sozialfonds der FPÖ übernommen werden", kritisiert Pittermann.

Bei den sieben Kindern sind medizinische Interventionen im Bereich der Augen, des Kehlkopfes und des Herzens notwendig -Eingriffe, die im Irak nicht erfolgversprechend durchgeführt werden können.

Humanitäre Hilfsmaßnahmen des KAV

Seit 1993 stehen im Wiener Krankenanstaltenverbund pro Jahr 726.700 Euro für humanitäre medizinische Hilfe zur Verfügung. Ansuchen für Kinder werden bevorzugt behandelt, prinzipiell können jedoch auch andere Patienten ausländischer Herkunft um unentgeltliche Behandlung aus diesen Geldmitteln ansuchen.

Um eine unentgeltliche Behandlung im Rahmen der Humanitären Hilfsmaßnahmen der Stadt Wien zu bekommen muss eine mindestens 80prozentige Heilungschance gegeben sein. Es müssen Behandlungsmethoden erforderlich sein, die im Heimatland der Patienten nicht zur Verfügung stehen. Nebenkosten (für Anreise, Hotel, etc.) werden nicht übernommen.

Von 1993 bis 2001 wurden bislang 363 Patienten im Rahmen der humanitären Hilfsmaßnahmen der Stadt Wien behandelt. Die Gesamtkosten dafür betrugen 45.163.944 Schilling. Die meisten Patienten kamen aus Russland/Ukraine (30,5%, so genannte Tschernobyl-Kinder), aus Rumänien (17,5%) sowie aus Albanien und Bosnien (je 12,5%). (Schluss) rog

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OTS0057 2002-07-17/10:35

171035 Jul 02

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