Flieg, Papierflieger, flieg... !

Wien (OTS) - Im Rahmen der Modellbau International 2002 können
sich Papierflieger-Bastler und -Bastlerinnen am 27. Oktober 2002 der Herausforderung der "1. Österreichischen Papierfliegermeisterschaft" stellen. Neben der Aufgabe, ihre Konstruktionen möglichst weit fliegen zu lassen, warten auf die Teilnehmer tolle Preise....

Zur Geschichte der Papierflieger

Die Chinesen waren vor rund 2000 Jahren die ersten, die beim Bau ihrer Flugdrachen Papier zum Einsatz gebracht haben. Auch die ersten Heißluftballons, die Ende des 18. Jahrhunderts in die Lüfte stiegen, waren teilweise aus Papier konstruiert. Die Herkunft der eigentlichen Papierflieger ist im Gegensatz dazu nicht eindeutig belegbar. Um 1908 sind die ersten Artikel in Fachzeitschriften aufgetaucht, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Diesen Artikeln zufolge waren Papiermodelle für Flugzeugbauer wie beispielsweise die Gebrüder Wright ein gängiges Hilfsmittel für aerodynamische Experimente. In der persönlichen Geschichte jedes einzelnen von uns spielen Papierflieger auf jeden Fall eine Rolle; es gibt wohl niemanden, der sich in seinem Leben nicht schon einmal über eine ständig abstürzenden Papierflieger geärgert oder sich über ein besonders taugliches Modell außerordentlich gefreut hat.

Warum bleiben Papierflieger überhaupt in der Luft?

Papierflieger folgen in der Regel denselben physikalischen Gesetzen wie richtige Flugzeuge; bei beiden bestimmen die Parameter Auftrieb, Luftwiderstand und Stabilität die Fähigkeit, mehr oder weniger lange in der Luft zu bleiben. Papierflieger haben im Gegensatz zu richtigen Flugzeug allerdings gar keinen, oder einen nur wenig ausgeprägten Rumpf.

Dieser ist aerodynamisch auch gar nicht nötig. Wichtig ist allerdings ein rumpfähnliche Falte, die einerseits zum Halten dient und andererseits die nötige Richtungs-Stabilität verleiht. Ein häufiger Fehler sollte bei der Konstruktion von Papierfliegern unbedingt vermieden werden: herabhängende Flügel. Diese vermindern nämlich die seitliche Stabilität und führen unweigerlich zum Absturz. Die Enden der Flügel sollten der höchste Punkt des Fliegers sein.

Sehr wichtig ist auch die richtige Auswahl der Werkstoffe. So haben z. B. die Papiere von der Fa.Neusiedler eine sehr homogene Oberfläche die sich positiv auf die Flugeigenschaften auswirkt. Oder so wird z.b. der Alleskleber von UHU in Japan als optimaler Klebestoff angesehen und für die Papierflieger verwendet.
Wer sich detaillierter mit den für Papierflieger wichtigen physikalischen Gesetzen beschäftigen möchte und konkrete Konstruktionstipps sucht, sollte unbedingt auf der Homepage
http://linux.brgkepler.asn-graz.ac.at/rath/fliegen/papierfl.html
vorbeischauen.

Die 1. Österreichische Papierfliegermeisterschaft

Jeder begeisterte Papierflieger-Konstrukteur und jede Papierflieger-Konstrukteurin ab einem Alter von 11 Jahren kann in einer der beiden Kategorien "klassische Papierflieger" (aus einem Blatt Papier gefaltet, beispielsweise Papier der Firma Neusiedler) oder "Wurfgleiter" (mit Hilfe von Schere und Kleber aus Papier oder Karton gebastelt) an den Start gehen. Einzige Bedingungen: Die Flügelspannweite darf nicht mehr als 40 Zentimeter betragen und der Flieger muss bei einem Testflug eine Strecke von mindestens 7 Metern überwunden haben.

Das TeilnehmerInnen-Feld wird in zwei Alters-Kategorien eingeteilt: 11- bis 15-jährige starten in der Kategorie "Junior-Ingenieure", die ab 16-jährigen gelten als "Senior-Ingenieure". Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden sich auf der Homepage http://www.modell-bau.at .

Auf die Sieger warten tolle Preise wie eine Flugausbildung auf einem Motorsegelflugzeug (zur Verfügung gestellt vom Diamond Executive Club/Wiener Neustadt), Tickets für 2 Personen für Flüge innerhalb Europas (zur Verfügung gestellt von der AUA), eine Theorieausbildung für einen Segelflugschein (zur Verfügung gestellt vom Diamond Sportflieger Club aus Wr. Neustadt) sowie zahlreiche Sachpreise aus dem Bereich Modellbau (zur Verfügung gestellt von CONRAD Electronics). Der Konstrukteur oder die Konstrukteurin des kreativsten Wurfgleiters darf sich über einen Zeppelin-Flug für 2 Personen über den Bodensee freuen; dieser Preis wird von der Firma UHU zur Verfügung gestellt. Dazu ein Detail am Rande: In Japan, einem Land mit langer Papierflieger-Geschichte, wird zum Bau von Wurfgleitern heutzutage fast ausschließlich UHU Alleskleber verwendet.

Wer sich für die Meisterschaft anmelden möchte, kann dies per Post tun (Reed Messe Wien GmbH, Abteilung Modellbaumesse, Messestraße Tor 1, 1021 Wien) oder das Online-Formular auf http://www.modell-bau.at verwenden. Aus den drei österreichischen Regionen West (Vorarlberg, Tirol, Salzburg), Mitte (Kärnten, Steiermark, Oberösterreich) und Ost (Wien, Niederösterreich, Burgenland) werden je 100 Starter zum Finale nach Wien eingeladen. Sollten mehr Anmeldungen vorliegen, so werden regionale Vorausscheidungen ausgetragen.

Diese Presseinformation und Fotomaterial sind auch im Internet unter http://www.modell-bau.at abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Presse:
Veronika Braun
Reed Messe Wien
Tel.: +43/1/727 20/226
veronika.braun@messe.at

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0056 2002-07-17/10:32

171032 Jul 02

Messeleiter:
Thomas Hiden
Reed Messe Wien
Tel.: +43/1/727 20/340
tohmas.hiden@messe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWM/OTS