Starke Zunahme der Einwohnerzahl Vorarlbergs

Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - Die Einwohnerzahl Vorarlbergs wächst
derzeit sehr stark, ähnlich wie zu Beginn der 90er Jahre.
Von der Jahresmitte 2001 bis zur Jahresmitte 2002 hat die Gesamtbevölkerung Vorarlbergs um 4.460 Einwohner
zugenommen. Am 30. Juni 2001 hatten 363.784 Personen in
Vorarlberg einen Wohnsitz, zur Jahresmitte 2002 waren es
368.248. Die Erhöhung beträgt 1,2 Prozent. In der zweiten
Hälfte der 90er Jahre wuchs die Einwohnerzahl nur um rund
0,5 Prozent. ****

Diese Erhöhung hängt primär mit der Zuwanderung
zusammen. Aus dem Geburtenüberschuss stammen rund 1.600
Personen, aus der Zuwanderung 2.860. Ein Großteil der
Zuwanderer, nämlich 1.510 Personen, haben in Vorarlberg nur
einen weiteren Wohnsitz begründet. Mit einem Hauptwohnsitz
in einer Vorarlberger Gemeinde haben sich nur 1.350
Zuwanderer niedergelassen.

Die Wohnbevölkerung, das sind die Einwohner mit
Hauptwohnsitz, hat in den vergangenen zwölf Monaten von
351.312 auf 354.260, also um rund 2.950 Personen
zugenommen. Von dieser Erhöhung stammen 54 Prozent aus dem Geburtenüberschuss, 46 Prozent aus der Wanderungsbewegung.
Die Zahl der Einwohner mit weiteren Wohnsitzen stieg vom
30. Juni 2001 bis 30. Juni 2002 von 12.472 auf 13.988, um
1.510 Personen. Es handelt sich dabei ausschließlich um
Zuwanderer.

Die Staatsbürgerschaft der in Vorarlberg wohnhaften
Personen hat sich in den letzten zwölf Monaten wesentlich verändert. Die Vorarlberger Landesregierung hat in dieser
Zeit eine große Zahl von Ausländerinnen und Ausländern eingebürgert. Im Jahre 2001 waren es rund 2.600. Die Zahl
der Personen mit österreichischer Staatsangehörigkeit hat
daher in den vergangenen zwölf Monaten von 313.670 auf
318.042 zugenommen, ein Plus von 4.370 Einwohnern, die Zahl
der Ausländer von 50.114 auf 50.206, nur um 90 Personen.
Der Ausländeranteil sank von 13,8 Prozent zur Jahresmitte
2001 auf 13,6 Prozent Ende Juni 2002. Es ist dies nicht die
Folge einer Rückwanderung von Ausländerinnen und
Ausländern, sondern hängt ausschließlich mit den Staatsbürgerschaftsverleihungen zusammen.

Die Zahl der in Vorarlberg wohnhaften Türken sowie eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien ist in den
letzten zwölf Monaten gesunken. Deutsche Staatsbürger,
Angehörige eines anderen EU-Staates sowie Schweizer und Liechtensteiner haben zahlenmäßig zugenommen.

E i n w o h n e r
Staatsbürgerschaft 30. Juni 30. Juni
Veränderung
2001 2002 in %

Österreich 313.670 318.042 + 1,4

Deutschland 7.791 8.735 + 12,1
Schweiz 1.505 1.520 + 1,0 Liechtenstein 274 290 + 5,8
Italien 881 951 + 7,9
Frankreich 286 296 + 3,5 Großbritannien 192 189 - 1,6 Benelux–Staaten 445 481 + 8,1
Dänemark 40 42 + 5,0
Finnland 35 34 - 2,9
Norwegen 28 29 + 3,6
Schweden 59 69 + 16,9
Spanien 169 157 - 8,3
Griechenland 86 105 + 22,1
Türkei 19.177 17.847 - 6,9
Ehem. Jugoslawien 15.985 15.781 - 1,3
Ungarn 295 357 + 21,0
Rumänien 270 304 + 11,6
Polen 257 281 + 9,3
Ehem. Sowjetunion 183 298 + 62,8
Thailand 116 139 + 19,8
Übriges Asien 602 666 + 10,6
Amerika 719 799 + 11,1
Andere Staaten 719 838 + 16,6

Gesamt 363.784 368.248 + 1,2

Zur Jahresmitte 2002 wohnten 17.847 Türken in
Vorarlberg, um sieben Prozent weniger als zur Jahresmitte
2001. Die Zahl der Angehörigen eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien sank um 1,3 Prozent auf 15.781
Personen. Die in Vorarlberg wohnhaften deutschen
Staatsbürger haben dagegen um 12 Prozent auf 8.735 Personen zugenommen, die Italiener um acht Prozent auf 951
Personen, die Angehörigen eines anderen EU-Staates um
viereinhalb Prozent auf 1.371 Personen, die Liechtensteiner
um sechs Prozent auf 290 Personen und die Schweizer um ein
Prozent, auf 1.520 Personen. Von den deutschen
Staatsangehörigen haben 2.280, das ist ein Anteil von 26
Prozent, in Vorarlberg nur einen weiteren Wohnsitz. Bei den Schweizern und Liechtensteinern beträgt diese Quote 17
Prozent, bei den anderen EU-Bürgern aber nur 13 Prozent,
bei den Angehörigen eines Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien eineinhalb Prozent und bei den Türken ein
Prozent.

In den einzelnen Regionen war die
Bevölkerungsentwicklung in den letzten zwölf Monaten unterschiedlich. Am Arlberg stieg die Einwohnerzahl um 3,2
Prozent, und zwar ausschließlich auf Grund der Zunahme der
weiteren Wohnsitze. Im Kleinwalsertal beträgt das Plus
viereinhalb Prozent, gleichfalls auf Grund einer starken
Zunahme der weiteren Wohnsitze. Ähnlich war die
Entwicklung im Großen Walsertal mit einem Plus von
eineinhalb Prozent. Im Leiblachtal stieg die Einwohnerzahl
auch um eineinhalb Prozent, im Bregenzerwald, Walgau sowie
Rheintal jeweils um ein Prozent und im Montafon um 0,5
Prozent. Auch im Montafon und Bregenzerwald stammte der
Zuwachs ähnlich wie in den anderen Tourismusregionen
vornehmlich aus der Erhöhung der weiteren Wohnsitze.

E i n w o h n e r
Regionen 30. Juni 30. Juni Veränderung
2001 2002 in %

Arlberg/Klostertal 6.417 6.621 + 3,2
Bregenzerwald 30.156 30.489 + 1,1
Brandnertal 1.313 1.325 + 0,9
Großes Walsertal 3.510 3.568 + 1,7
Kleinwalsertal 5.594 5.853 + 4,6
Leiblachtal 14.163 14.396 + 1,6
Montafon 17.407 17.501 + 0,6
Walgau 48.523 49.053 + 1,1
Rheintal 236.706 239.442 + 1,2

VORARLBERG 363.784 368.248 + 1,2

Zu den zehn einwohnerstärksten Gemeinden zählen:

Gemeinden Hauptwohnsitz Weit.Wohnsitz Gesamt

Dornbirn 42.722 1.025 43.747
Feldkirch 28.976 1.294 30.270
Bregenz 26.947 1.354 28.301
Lustenau 19.926 314 20.240
Bludenz 13.919 490 14.409
Hohenems 14.004 191 14.195
Hard 11.459 542 12.001
Rankweil 11.208 164 11.372
Götzis 10.244 171 10.415
Lauterach 8.765 200 8.965
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