Wiener Grüne/Maresch: "Wienerwald benötigt umfassendes Maßnahmenpaket zu seinem Schutz"

Wiener Grüne für Gesamtkonzept Biosphärenpark Wienerwald

Wien (Grüne) - "Wir freuen uns, dass sich sogar die FPÖ unserer Forderung nach Errichtung eines Nationalparks als Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald angeschlossen hat. Doch muss zu dieser Forderung ein umfassendes Maßnahmenpaket hinzukommen", kommentiert der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, den von FP-Klubobmann Kabas heute in einer Aussendung präsentierten Vorschlag, 10% des Wienerwalds zum Nationalpark zu machen.

"Uns Wiener Grüne ist und war der Schutz des Wienerwaldes schon immer ein vorrangiges Anliegen. Deswegen haben wir Ende Juni dieses Jahres eine Enquete mit ExpertInnen zum Thema Nationalpark und Umweltschutz organisiert. "Nicht nur der Autoverkehr im Wienerwald hat seit 1987 rasant zugenommen. Es liegen keine alternativen Verkehrskonzepte vor, Siedlungserweiterungen finden weiterhin statt, Waldland wird umgewidmet, ökologische Landwirtschaft nimmt im Wienerwald keinen höheren Stellenwert ein als anderswo und auch die Rohstoffgewinnung, wie z.B. Schottergruben wurde nicht eingeschränkt", so der Maresch und erinnert noch einmal an das von den Grünen ausgearbeitete Maßnahmenpaket zum Schutz des Wienerwalds.

Das Grüne 12 Punkte-Paket für den Wienerwald:

1. Die Errichtung des Biosphärenparks Wienerwald mit einem Nationalpark als Kernzone
2. Bürgerbeteiligung und Agenda 21
3. Verstärkte Rückwidmung, Einrichtung eines Rückwidmungsfonds und Verschärfung der Widmungskriterien.
4. Maßnahmen Öffentlicher Verkehr: Verbesserung der öffentlichen Anbindung, Abstimmung von Bus und Bahn, Bessere Fahrplaninformation, Kombinationsverkehr Bahn - Rad etc.
5. Sanfter Tourismus
6. Pilotprojekte, wie Niedrigenergiehäuser, innovative Produktionstechnologien und Abfallmanagement sollen forciert werden. 7. Verstärkter Öko-Landbau
8. Umweltgerechte Waldnutzung
9. Verstärkter Einrichtung von Naturwaldreservaten
10. Schutz der Wienerwald-Wiesen
11. Flussrenaturierungen und Rückbau von Flussverbauung
12. Errichtung eines Dokumentationszentrums zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung und Information.

"15 Jahre sind vergangen seit die Wienerwalddeklaration von den Landeshauptleuten von Burgenland, Niederösterreich und Wien unterzeichnet wurde. Doch seit dem hat sich leider, außer schöner Sonntagsreden nicht viel getan", so Maresch abschließend.

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