Chinesischer Finanzminister Xiang bei Minister Bartenstein

Chinas WTO-Beitritt bringt zusätzliche Chancen für Österreichs Wirtschaft

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein ist heute mit dem chinesischen Finanzminister Huaicheng XIANG zu einem Gedankenaustausch zusammengetroffen. Schwerpunkt der Gespräche waren die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Auswirkungen des WTO-Beitritts auf die chinesische Wirtschaft sowie Euro-Themen. ****

Die Volksrepublik China inklusive Hongkong und Macao ist einer der wichtigsten Absatzmärkte Österreichs und rangiert nach den USA bereits an 2. Stelle unter den österreichischen Überseemärkten. Im Vorjahr erzielte die österreichische Exportwirtschaft trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung mit 844 Millionen Euro und einer Steigerungsrate von 72,1% das höchste Ausfuhrvolumen, des je mit der Volksrepublik China erzielt werden konnte. Dieser Zuwachs liegt weit über dem EU-Durchschnitt von +16,9%.

China wird von ca. 300 österreichischen Industriebetrieben regelmäßig bearbeitet. Über 50 österreichische Unternehmen produzieren bereits in China, davon stehen inzwischen etwa ein Drittel zur Gänze in österreichischem Eigentum. Insgesamt sind über 150 österreichische Unternehmen mit eigenen Büros, Betrieben oder im Rahmen von Joint Ventures in China tätig. Konkrete Beispiele sind ein AT&S-Leiterplattenwerk mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 150 Millionen Euro und ein technisches Büro der AVL in Shanghai, für die beide anlässlich des vorjährigen Staatsbesuches des Herrn Bundespräsidenten in China der Spatenstich erfolgte. Das österreichische Investitionsvolumen in China wird auf insgesamt über 400 Millionen Euro geschätzt.

Der Beitritt Chinas zur WTO und die damit verbundene Erleichterung des Marktzuganges wird österreichischen Firmen mittel- und langfristig neue Chancen eröffnen. Senkung der Zollsätze und weiter verbesserte Rahmenbedingungen für ausländische Direktinvestitionen in China lassen eine weitere dynamische Entwicklung der österreichisch-chinesischen Außenwirtschaftsbeziehungen insgesamt erwarten. Ebenso bedeutet die WTO-Mitgliedschaft Chinas einen Schub für die Wirtschaftsreformen in diesem Land. Freilich gilt es, die Umsetzung WTO-konformer Abläufe, insbesondere in der Administration, entsprechend zu überwachen. So wird eine jährliche Überprüfung die Fortschritte Chinas bei der Umsetzung der WTO-Verpflichtungen darstellen; als Incentive wird die Europäische Union diesen Anpassungsprozess mit Projekten im Ausmaß von vorerst 24 Millionen Euro begleiten.

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160943 Jul 02

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