Wiener Grüne/Spekulationsfall 19: Ohne Ausschreibung einfach billiger...

David Ellensohn: "Anfangsschreck in der Praterstraße 19 jedoch überstanden"

Wien (Grüne) - Im Erdgeschoss ein Beisl und eine Schneiderei, darüber eine Zahnarztpraxis, ein Architekturbüro und eine Handvoll Wohnungen. "Die Praterstraße 19, das Wohnhaus ‚Zum Jonas' im 2. Bezirk wechselte Anfang 2001 die Besitzerin. Wiener Wohnen verkaufte das denkmalgeschützte Städtische Wohnhaus an die Wiener Chirurgen-Familie Roka", erklärt David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen den heutigen Fall. "Die Mieter und Mieterinnen im Haus waren durch den plötzlichen Eigentümer-Wechsel stark beunruhigt."

Die Mobile Gebietsbetreuung der Stadt Wien wurde kontaktiert, die größten Sorgen konnten ausgeräumt werden. Die Angst vor Absiedlungsdruck erwies sich (bislang) als unbegründet, Mietverträge und Mietzinsvorschreibungen wurden überprüft und die zu hoch berechneten Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge nach Reklamation der MieterInnen von der Hausverwaltung korrigiert. "Im Gegensatz zur Praterstraße 10, wo der neue Eigentümer Lenikus den MieterInnen zum Teil schwer zusetzt und mit exorbitanten Mietsteigerungen droht, herrscht in der Praterstraße 19 mittlerweile Frieden", zollt Ellensohn nicht nur den Bemühungen der Mobilen Gebietsbetreuung Respekt: "Die Familie Roka scheint sich so weit korrekt zu verhalten und ihr kann aus dem Kauf auch kein Vorwurf gemacht werden."

Wo ist dann die Geschichte? Kurz die Eckdaten des ehemals Städtischen Wohnhauses Praterstraße 19: Im Erdgeschoss das Lokal "Zum Mahder" und eine Änderungsschneiderei, darüber die Praxis einer Zahnärztin und ein Architekturbüro, dazu mehrere Wohnungen auf vier Stockwerken. "Was kostet nun dieses passable fünfgeschossige Althaus?" fragt sich nun der Wohnbausprecher.

Ellensohn: "Wiener Wohnen trennte sich für nicht ganz 600.000 Euro von diesem Objekt. Es stellen sich einmal mehr die Fragen: Warum trennt sich Wiener Wohnen des öfteren preisgünstig von Städtischen Wohnhäusern? Warum erfolgt der Verkauf ohne Ausschreibung und wem gibt Stadtrat Faymann eigentlich den Zuschlag, wenn vorher keine Ausschreibung stattgefunden hat."

Die Vorgänge rund um die dilettantischen Verkäufe von Städtischen Wohnhäusern durch SP-Stadtrat Werner Faymann müssen aufgedeckt werden. Die Grünen haben das Kontrollamt eingeschaltet.

Genaue Daten und Fotos zu allen Spekulationshäusern finden Sie auf wien.gruene.at

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160936 Jul 02

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