15. Juli 1927 hätte Umdenken bewirken müssen

Wien (OTS) - Am 15. Juli 1927 wurde eine spontane Demonstration
von zehntausenden ArbeiterInnen - ausgelöst durch den Freispruch der Mörder von Schattendorf - von der Wiener Polizei mit Waffengewalt aufgelöst - 89 Tote waren die Folge. Dem Polizeimassaker des 15. Juli folgte ein Generalstreik, den allerdings die damalige SPÖ-Führung nur für 24 Stunden unterstützte. Vergeblich warnte der damalige KPÖ-Vorsitzende Johann Koplenig, der neben den sozialdemokratischen Führern am Grab der Juliopfer eine Rede hielt, vor dem weiteren Vordringen des Faschismus. Koplenigs Appell, sich konsequent mit dem aufkommenden Faschismus auseinander zu setzen, um diesen zu verhindern, wurde ignoriert.

"Der Juli 1927 hat leider kein Umdenken bei der damaligen SPÖ-Führung bewirkt. Statt konsequentem Widerstand ist man zurückgewichen. Wenn 75 Jahre danach alte und junge Nazis auf den Strassen von Wien demonstrieren dürfen, so ist dies beschämend, denn heute muss jedem und jeder klar sein: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen gegen welches mit allen Mitteln vorzugehen ist", so Michael Graber von der KPÖ.

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