Allgemeines Universitätspersonal - Widerstand gegen FPÖ Arbeitsplatzvernichtungsziel an den Universitäten

Die GÖD Bundesfachgruppe "Universitäten und wissenschaftliche Anstalten" zu Aussagen des FPÖ-Abgeordneten Dr. Grollitsch

Wien (OTS) - In seinem Debattenbeitrag im Parlament zum UG 2002 offenbarte der F Abgeordnete Dr. Grollitsch das wahre FPÖ Reformziel einer Arbeitsplatzvernichtung beim Allgemeinen Universitätspersonal, indem er meinte, dass sich in den letzten 20 Jahren "die Menge der Uniangehörigen bis heute von 8.000 auf inzwischen 19.000 erhöht hat. Zugegebenermaßen ist in erster Linie das nichtwissenschaftliche Personal, das Verwaltungspersonal an den Universitäten in ihrer Menge explodiert, und das ist schlecht. Es wird an den Universitäten selbst liegen, diese Verhältnisse in die richtige Ordnung zu bringen, sie haben jetzt Personalhoheit".

Wer das Allgemeine Universitätspersonal auf Verwaltungspersonal reduziert, belegt damit seine völlige Unkenntnis über die universitäre Aufgabenvielfalt. Das "nichtwissenschaftliche Personal" setzt sich überwiegend aus Laboranten, Chemotechnikern und anderen HTL Absolventen, Bediensteten des Krankenpflegedienstes, Bibliothekaren, EDV Personal, Tierpflegern, Gärtnern, Mechanikern, Präparatoren, VB und Beamte des höheren Dienstes in wissenschaftlicher Verwendung von Archäologen bis Zoologen sowie Ärzten zur Erfüllung der Aufgaben in einer öffentlichen Krankenanstalt, zusammen.

Die Notwendigkeit der Personalvermehrung ergab sich durch die steigenden Studentenzahlen und dem Wunsch nach einer besseren Betreuung, Erweiterung der Öffnungszeiten in den Bibliotheken, Ausdehnung der Übungs- und Praktikazeiten usw.

In Österreich ist das Verhältnis 10.978 Universitätslehrer zu 9.994 nichtwissenschaftliches Personal. Um "Weltklasse" zu werden, ist daher eine Stellenvermehrung mit höchstqualifizierten Kolleginnen und Kollegen erforderlich und nicht ein Stellenabbau.

Während die Ressortleitung bei den stattgefundenen Verhandlungen eine Vermehrung der Zahl des Allgemeinen Universitätspersonals in Aussicht stellte, "damit endlich das wissenschaftliche Personal von den niederwertigen Arbeiten entlastet wird", ist das FPÖ Ziel - wie wir es befürchtet haben - Sozial- und Arbeitsplatzabbau im großen Umfang gerade bei den "kleinen Uni Bediensteten".

Die GÖD Bundesfachgruppe "Universitäten und wissenschaftliche Anstalten" weist diese Zielsetzungen nachdrücklich zurück und kündigt Widerstand an, wenn die FPÖ Absichten etwa durch Einflussnahme von ihr nahe stehenden Mitgliedern in den Universitätsräten umgesetzt werden sollten. Ein "nicht ganz ruhiger Herbst" ist daher vorprogrammiert.

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OTS0146 2002-07-15/17:14

151714 Jul 02

Rudolf Reichel
Vorsitzender der Bundesfachgruppe
"Universitäten und wissenschaftliche Anstalten / GÖD
Tel. 0664/610 91 86

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