Achatz: Unsachliche Polemik der AK gegen Österreichs Bauern

Verwundert über Logistik der roten "Agrar-Experten"

Wien, 2002-07-15 (fpd) - Die freiheitliche Agrar- und Konsumentensprecherin Anna Elisabeth Achatz nahm heute zu einer Aussendung der AK Stellung, in der den heimischen und europäischen Bauern indirekt unterstellt werde, ungeheure Summen aus Subventionstöpfen der EU zu "verbraten". Darüber hinaus ortet die AK einen generellen Fehler im System der gemeinsamen Agrarpolitik, der durch Fischlers Reformen repariert würde. "Dieselben scharfsinnigen Analysten der tiefroten AK, die 1995 wie alle ihre Genossen von Vranitzky abwärts für einen EU-Beitritt ohne wenn und aber waren, entdecken nun nach 7 Jahren der Mitgliedschaft erste Fehler im System!", so Achatz. Die Freiheitlichen seien wegen ihrer Ablehnung eines bedingungslosen EU-Beitritts im Schnellsiedeverfahren und ihrer Kritik an den Strukturen der Gemeinschaft von denselben Personen gegeißelt worden, die heute besserwisserisch auf den Reformstau hinweisen. *****

Die von der Kammer aus den genannten Zahlen gezogenen Schlüsse würden "entweder auf mangelnde Seriosität oder auf mangelnde Sachkenntnis schließen lassen", so die freiheitliche Parlamentarierin: Der von der AK angeprangerte prozentual hohe Anteil des Agrarsektors am EU-Budget erkläre sich bekanntlich dadurch, daß die Landwirtschaft als einziger Bereich "vergemeinschaftet" sei und zentral von Brüssel aus verwaltet werde. Wären beispielsweise Sozial- oder Verteidigungswesen ebenfalls gemeinschaftlich gelenkt, wären die Ausgaben dafür unvergleichlich höher als jene für die Landwirtschaft.

Gerade diese zentrale Lenkung sei aber, wie von den Freiheitlichen immer wieder kritisiert, der Kern des Problems: Angesichts der enormen Kosten der Fischlerschen Bürokratie sowie der nach wie vor dramatischen Betrugsanfälligkeit des Systems sei eine Renationalisierung der meisten Agraragenden das Gebot der Stunde. Denn von den tatsächlich bedeutenden Summen aus dem EU-Budget und den entsprechenden Rückflüssen erreiche nur ein Bruchteil tatsächlich die Bauern, während Unsummen von Lagerhaltung, Exportförderungen und nicht zu vergessen dem ineffizienten, aber sündteuren Beamtenapparat verschlungen würden.

Ebenso verwundert zeigt sich die freiheitliche Agrarsprecherin über die Logik der roten Agrar-Experten: "Einerseits wird der Agrarsektor als eine wahre Goldgrube für die Bauern dargestellt, andererseits aber der massive Exodus aus diesem Bereich moniert und dadurch der Landwirtschaft sinkende Bedeutung für unsere Wirtschaft unterstellt". Würde tatsächlich ein solcher Geldregen über unsere Bauern niedergehen, wären diese wohl kaum bereit, in so großer Zahl ihren Beruf an den Nagel zu hängen.

"Wer erst ohne wenn und aber in diese höchst kritikwürdige EU hineintaumelt, sollte nicht nachher so tun als hätte er immer schon gewußt, wo der Schuh drückt". Die Freiheitlichen seien für ihre Vorbehalte - auch und besonders gegenüber der vergemeinschafteten Agrarpolitik - von den roten Beitrittsfanatikern damals als gestrig bezeichnet worden; "heute zeigt sich, daß wir mit unseren Warnungen leider goldrichtig gelegen sind", so Achatz abschließend. (Schluß)

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