FMK-Barmüller: Salzburger Mobilfunk-Politik verkommt zu Grenzwerte-Lotto

Salzburger Stadtpolitik und Landessanitätsdirektion verstoßen eigenes Modell

Wien (OTS) - "Bisher verlangten die Salzburger Stadtregierung und die Landessanitätsdirektion für Mobilfunkanlagen im Sinne der Gesundheitsvorsorge einen Grenzwert vom einem Milliwatt pro Quadratmeter Leistungsflussdichte. Im jüngsten Anlassfall einer Salzburger Schule wurde sogar nur mehr ein Mikrowatt, also ein tausendstel Milliwatt pro Quadratmeter Leistungsflussdichte verlangt. Bei der nur kurz danach dem Nationalrat übergebenen Mobilfunk-Petition Neu forderten die selben Verantwortlichen einen gesetzlichen Grenzwert von 90 Milliwatt, also 90.000 Mikrowatt - und damit das 90.000-fache des zuletzt in Salzburg apodiktisch postulierten Grenzwertes. Wer kann da noch glauben, dass die Motivation dieser Leute Gesundheitsvorsorge ist?", stellte heute der Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation Thomas Barmüller im Hinblick auf die Unterzeichnung der jüngst eingebrachten Mobilfunk-Petition Neu durch einen Vertreter der Salzburger Landessanitätsdirektion und den Salzburger Bürgermeister fest. Vielmehr zeige dieses "Grenzwerte-Lotto", dass der oft strapazierte Vorsorgegedanke nur ein willkommener Vorwand für "Gesundheitspopulismus" ist.

"Jemand, der in Salzburg aufgrund wissenschaftlicher Argumente das Mikrowatt, also ein tausendstel Milliwatt, als absolute Summengrenze für Mobilfunkfelder behauptet, kann nicht drei Tage später mit seiner Unterschrift im Nationalrat das 90.000-fache als gesetzlichen Grenzwert fordern", hält Barmüller den beamteten Unterzeichnern der Mobilfunk-Petition Neu vor. Die Mobilfunk-Petition Neu sieht nämlich für GSM-1800-Netze einen Grenzwert von 90 Milliwatt pro Quadratmeter vor. Die "unkritische Übernahme" der Forderungen der Salzburger Landessanitätsdirektion durch Stadt und Land Salzburg müsse endlich einer kompetenten Einschätzung Platz machen: "Die Festsetzung von Grenzwerten ist kein beliebiges Verschieben von Kommastellen, wie es in Salzburg derzeit betrieben wird. Mit den geforderten maximalen Leistungsflussdichten von 1 Milliwatt (=0,001 Watt) bzw 1 Mikrowatt (=0,000 001 Watt) pro Quadratmeter können flächendeckende Mobilfunk-Netze nicht betrieben werden", so Barmüller.

Barmüller wirbt für die "längst überfällige" Orientierung an den gültigen Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU. "Es gibt in Östereich für Mobilfunk-Immissionen bereits verbindlich geltende und international anerkannte Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU. Diese enthalten eine 50-fachen Sicherheitsfaktor. Sie liegen pro Quadratmeter bei einer Leistungsflussdichte von 10 Watt (=10.000 Milliwatt) für UMTS, 9 Watt (=9.000 Milliwatt) für GSM-1800 und 4,5 Watt (=4.500 Milliwatt) für GSM-900. Auch der vorsorgende Gesundheitsschutz ist damit gewährleistet", so Barmüller abschließend.

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OTS0109 2002-07-15/13:33

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