Schicker weist Mutmaßungen von Strache zurück

Wien (OTS) - Als "übliche Panikmache" bezeichnete Wiens Planungsstadtrat Rudolf Schicker Montag die Mutmaßungen von FPÖ-Mandatar Strache, die UNESCO habe den Entzug des Prädikats Weltkulturerbe u.a. aufgrund des Projektes Wien Mitte bereits eingeleitet. "Strache zeigt sich wie gewohnt völlig fehlinformiert. Tatsache ist, dass Bürgermeister Häupl bei der Komitee-Tagung Ende Juni in Budapest nicht teilgenommen hat, weil dies nie vorgesehen war, und dass noch kein offizieller Bericht der Budapester Komitee-Sitzung bei den zuständigen österreichischen Stellen vorliegt.", so Schicker. Nachdem im Budapester Komitee auch neue Mitglieder vertreten seien, die mit der Situation nicht im Detail vertraut sind, habe es Ende Juni durchaus kontroversielle Diskussionen und den Wunsch nach einer neuerlichen Darstellung der Sachlage in einem Bericht gegeben. "Diesem Wunsch der Komitee-Mitglieder kommen wir selbstverständlich gerne nach. Bis 1. Oktober wird es daher eine umfassende Darstellung dazu geben", so Schicker.

Bereits im Mai dieses Jahres habe sich UNESCO-Weltkulturerbedirektor Francesco Bandarin vor Ort - und im Beisein von VertreterInnen der Bürgerinitiativen - davon überzeugen können, dass im Bereich Wien Mitte dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Bandarin habe dabei die Bemühungen um Optimierung des Projekts, die deutlich sichtbaren Bemühungen und Aktivitäten Wiens um den Erhalt seines historischen Erbes, aber auch den offenen, demokratischen Diskussionsprozess hervorgehoben. "Wir haben versucht, Direktor Bandarin einen breiten Überblick über alle Facetten der Diskussion über das Projekt Wien Mitte zu geben. Genau den gleichen Informationsstand werden wir jetzt auch den neuen Kommissions-Mitgliedern durch einen umfassenden Bericht vermitteln", so Schicker.

Nicht zuletzt stelle Strache mit seiner Forderung nach Aufhebung der Wien-Mitte-Verordnung das autoritäre Weltbild der FPÖ deutlich unter Beweis. "Die FPÖ will hier offensichtlich wieder einmal in gewohnter Manier über den Föderalismus `drüberfahren`. Bauordnungsangelegenheiten sind aber nun einmal Ländersache und werden nicht durch den Bund geregelt", stellte Schicker abschließend fest. (Schluss) gb

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